Ein atem(be)raubendes Projekt – Kai Markus erzählt

„Versprechen muss man halten“, sagt der Extremjogger Kai Markus und lächelt verschmitzt, als er am 06. November 2017 zum Shanghai Talk an die DS Shanghai Hongqiao kommt. Erst morgens hatte er sich selbst aus dem Krankenhaus entlassen, um der Schulgemeinde von den Erlebnissen während seines „Kulturmarathons“ durch Europa und Asien berichten zu können.

12.000 Kilometer entlang der Seidenstraße zu laufen – das war sein erklärtes Ziel. Mit dem öffentlichkeitswirksamen Lauf von Hamburg nach Shanghai möchte Kai Markus Vorurteile einreißen und junge Menschen motivieren, ihre Träume zu verwirklichen. 1.200 Kilometer vor dem Ziel, schon in China, brach er sich allerdings beide Füße. Sein Freund Viktor, der seinen Oldtimer als Versorgungswagen bereitgestellt und den gesamten Lauf begleitet hatte, läuft nun für Kai Markus das letzte Stück.

„Der Käfer hat an dem Tag aufgegeben, als ich den Unfall hatte. Er dachte sich wohl: Wenn der nicht mehr läuft, fahr ich auch nicht mehr‘“, erzählt der Sportler an diesem Mittag im Bibliothekstheater. Der Raum ist brechend voll und vor der Tür drängen sich die Interessierten und spitzen die Ohren. Von den Kleinsten bis zu den Mitarbeitern sind alle gekommen, um in ihrer Pause dem Bericht von Kai Markus zu lauschen. Gut gelaunt und voll Humor erzählt er bei einer Diashow von seinen Erlebnissen. Zwischen den Geschichten von bissigen Schlangen, kaputten Reifen und abstrus scheinenden Gesetzen, verbirgt sich eine große Botschaft: Mach deine Träume wahr, glaube an dich und andere, aber glaube nicht denen, die Vorurteile verbreiten. Und noch etwas: Jammern hilft niemals weiter! Auch den ein oder anderen ergreifenden Moment teilt der Jogger mit seinen Zuhörern. Er erzählt von Kindern, die ihn ein Stück seines Weges begleiteten, von Menschen, die kaum etwas hatten und ihm dennoch Unterstützung anboten, und von seinem Sohn und dem Gefühl, ihn nach sechs Monaten das erste Mal wiederzusehen.

Viel zu schnell ist die Zeit um. Die Fragen im Publikum würden noch für mehrere Stunden reichen, doch Kai Markus hat noch eine Verabredung in der 6b und auch die Schülerzeitung möchte ihn noch interviewen. Zum Abschluss schreibt der Sportler in das goldene Buch der DS Shanghai Hongqiao und gibt zahlreiche Autogramme. Doch auch wer sich nicht für ein Autogramm angestellt hat, nimmt mit Sicherheit einiges von diesem Tag mit. Auf den Jogger wartet indes eine aufregende Zeit, die sicher noch einige Herausforderungen bereithält.

Mehr zu Kai Markus Kulturmarathon finden Sie auf www.runmysilkroad.com

cs/PR

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Alle Fotos © DS Shanghai