Viele antike Gebäude und lateinische Inschriften: Lateinkurs bildet sich in Rom weiter

Was als freudiger Vorschlag in einer unserer Lateinstunden aufkam – eine Exkursion in die Hauptstadt des antiken römischen Reichs zu veranstalten – wurde zur Realität, als wir, der 10er-Lateinjahrgang mit Dr. Hartkamp und Frau Pfau, im Herbst 2016 eine einwöchige Exkursion nach Rom antraten.

Um einen tiefen Einblick in die verschiedenen antiken Gebäude, Tempel und Marktplätze zu erhalten, stellten wir zuvor im Unterricht einen ausführlichen Reiseführer zusammen und bereiteten Vorträge zu den entsprechenden Sehenswürdigkeiten vor.

Als es dann endlich am 22. September 2016 losging, war die Aufregung und Vorfreude groß. Nach einem zwölfstündigen Nachtflug über München kamen wir am nächsten Morgen in unserem Hotel an. Und dann ging es auch gleich los auf eine erste Erkundungstour durch Rom.

Wir besuchten natürlich die in allen Lateinbüchern vorkommenden Sehenswürdigkeiten wie das antike Forum Romanum, das berüchtigte Kolosseum, wo tausende Gladiatoren und Sklaven ihr Leben ließen, die Pferderennbahn Circus Maximus, das Pantheon, den Palatin, wo nach der Legende Romulus die Stadt Rom gegründet habe, das Kapitol und die Kaiserpaläste sowie die Ara Pacis. Darüber hinaus besichtigen wir auch die Galleria Borghese und den Vatikan und fuhren nach Ostia antica, die alte Hafenstadt Roms. Ferner schauten wir uns auch die verschiedenen Barock-Kirchen und das Goethe-Haus in Rom an. Zudem fielen uns gelegentlich auch Mussolinis Eingriffe in das Stadtbild auf. Unsere Lateinkenntnisse mussten wir natürlich auch anwenden: Zwischendurch legten wir immer kleine Stopps ein, um die lateinischen Inschriften zu übersetzen.

In der einen Woche lernten wir aber Rom nicht nur von seiner historischen und kulturellen Seite kennen, sondern natürlich auch von der kulinarischen: Pizza, Spaghetti, Eiscreme und natürlich ein starker Espresso oder Cappuccino gehörten auf unsere tägliche Speisekarte.

Weiterhin ist auch zu erwähnen, dass wir in der einen Woche stolze 100km zu Fuß zurückgelegt haben. Als kleine Belohnung entschieden die Lehrer daher, dass wir am Mittwoch zur Sommerresidenz des Papstes nach Castel Gandolfo, das antike Alba Longa, fuhren. Nach der Besichtigung, bei der wir eine interessante Ausstellung der Papstgeschichte seit der Renaissance sahen, erfrischten wir uns dann alle im Albaner See und verbrachten dort einen wohlverdienten entspannten Nachmittag. 

Bevor es aber am letzten Tag zum Flughafen ging, legten wir noch einen Stopp am Trevi-Brunnen ein. Dort warf jeder, rückwärts über die Schulter, wie es der Brauch vorsieht, eine Münze in den Brunnen, verbunden mit der Hoffnung, bald wieder diese beeindruckende Stadt besuchen zu können.

Insgesamt haben wir eine wundervolle Woche in Rom verbracht und unseren Bildungshorizont um einiges erweitert. Ferner ist es natürlich viel atemberaubender, die antiken Gebäude mit bloßem Auge zu bestaunen, als sie auf Bildern im Lateinbuch zur sehen.

Vivian, 10c

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Alle Fotos © DS Shanghai /