Kitakinder nehmen mit viel Fantasie und Kreativität an der Kulturwoche „Spuren und Linien“ teil

Unter dem Motto „Spuren und Linien“ fand vom 13. bis zum 17. März 2017 die erste Kulturwoche in der Kita und der Grundschule statt. Alle Kitagruppen nahmen mit vielen verschieden Projekten an der Kulturwoche teil. Die Kinder bewiesen hierbei Fantasie und Kreativität und erschufen gemeinsam mit den Erziehern viele wunderschöne Kunstwerke.

Die Drachengruppe hinterließ ihre Spuren in Salzteig und machte sich außerdem auf die Spuren der chinesischen Tierkreiszeichen, welche die Kinder bereits erkennen und zuordnen können.

Die Kinder der Marienkäfergruppe entdeckten die Salzteigspuren der Drachen und folgten den Spuren der Krokodile in der Turnhalle. Mit ihren Fahrzeugen fuhren sie draußen beim Spielen Spuren nach. Außerdem begaben sie sich gemeinsam mit den Drachen auf Spurensuche in die Bibliothek, um ein Buch an einer Schnur zu verfolgen.

Die Fische verfolgten draußen auf dem Außengelände der Kita verschiedenste Spuren und entdeckten als Polizisten Gegenstände rund um die Kita.

Die Pinguine begaben sich im Rahmen der Kulturwoche auf Spurensuche im Schulgebäude und auf den Spielplätzen und dem Sportplatz. Dabei wurden Fotos geschossen, welche dann ausgedruckt und zu einer Collage weiterverarbeitet werden. Das fertige Kunstwerk wird dann im Gruppenraum der Pinguine aufgehängt.

Die Löwen waren auf Verbrecherjagd und haben im Rahmen der Spurensuche ihr eigenes Suchbild erstellt. Man muss genau hinschauen, um die Spuren der Gesichter zu entdecken.

Die Kängurus haben Vulkan- und Lavaspuren gemalt, sich informiert, welche Spuren ein Vulkan hinterlässt und sind auch in der Bibliothek auf Spurensuche gegangen.

Die Kinder der Chamäleongruppe hatten in der Kulturwoche eine Sportstunde passend zum Thema Spuren und Linien. Dabei wandelten sie auf den Spuren der anderen und spielten „Führen und Folgen“ in der Turnhalle.

Die Katzenkinder malten Bilder mit Murmeln, die auf dem Papier passend zum Thema Spuren hinterließen. Außerdem begaben sie sich auf Spurensuche durch die Schule. Dabei waren sie als Polizisten verkleidet, haben in allen Räumen nach ihrem verschwundenen Schatz gefragt. Die Kinder folgten voller Spannung  den Spuren des Diebes und haben am Ende die Schatzkiste gefunden.

Die Kinder der Vorschule 2 erfanden Wörter, die Spuren sind und schrieben sie auf ein gelbes  Plakat. Aus diesen Wörtern dichteten sie ein Lied, von dem sie die erste Strophe vorgesungen haben. In der Bibliothek haben die Kinder ebenfalls Spuren von verschieden Tieren entdeckt und dazu Bilder gemalt.

Die Vorschule 3 hat sich auf die Spuren von Tieren begeben, die in China vom Aussterben bedroht sind. Neben dem großen Pandabären haben sie das Chinesische Muntiak, die Tibetantilope, das Zwergblauschaf und den südchinesischen Tiger gefunden und darüber vor allen anderen Kindern einen Vortrag gehalten. Auf ganz andere Spuren begeben sie sich auch noch in den nächsten Tagen: auf Schulspuren.

Zusätzlich zu den Gruppenprojekten aller Kitagruppen wurden ebenfalls noch zwei Einzelprojekte eingereicht. Sophie Ilg präsentierte Gesichter ihrer Familienmitglieder auf Packpapier unter dem Titel „4 Monster“. Lucas Miceli, Sophie Ilg und Luwen Wang zeigten mit „Monsterentwicklung“ wie aus Gedanken von Kindern mechanische Monster entstehen.

Ellen Scheurer

Die Gewinner

Den ersten Platz in der Kulturwoche belegte die Vorschule 1 mit ihrem Videoprojekt „Weltweite Spurensuche“. Mitte Januar schauten sich die Kinder der Vorschule 1  ihre Spuren im Sandkasten an. Dabei fragten sie sich, wie die Spuren von anderen Kindern in anderen deutschen Kindergärten aussehen. Ende Januar verfassten sie eine Videobotschaft und schickten diese Nachricht in die Welt. Nach und nach trafen Antworten anderer Kindergärten ein. Neben Briefen und Fotos gab es auch zahlreiche Videobotschaften, in denen Kinder aus anderen deutschen Kindergärten im Ausland oder Deutschland ihre Spuren präsentierten. Dies gab Anlass zu vielen spannenden Gesprächen und Entdeckungen auf einer Weltkarte.  Auf der Weltkarte wurde jede Stadt markiert, aus der eine Antwort kam. Ebenso wurden mit Hilfe von Bindfäden Linien nach Shanghai gezogen, wo letztlich alle Spuren zusammengeführt wurden. Die Kinder schrieben die Städtenamen auf Karten, teilweise auch mit anderen Schriftzeichen. Ebenso malten die Kinder die Fahnen der jeweiligen Länder dazu. Spannend waren die unterschiedlichen Sprachen, die in den Nachrichten neben Deutsch gesprochen wurden. Wie man "Hallo" auf Französisch sagt, war aufgrund unserer Kooperation mit einer Kindergartengruppe der französischen Schule für einige Kinder recht einfach. Kinder mit Muttersprache Spanisch und Ungarisch halfen bei der Übersetzung, als wir aus Madrid und Budapest eine Spurenbotschaft bekamen. Karen, die nun in der Chamäleongruppe arbeitet, war früher im Kindergarten in Thessaloniki und konnte uns bei der griechischen Übersetzung helfen.  Nach und nach wuchsen so die Linien auf unserer Weltkarte und unsere Bestätigung, dass deutsche Spuren weltweit vorhanden sind.

Andreas Kemlitz

Den 2. Preis in der diesjährigen Kulturwoche erhielt das Projekt „Bücher hinterlassen Spuren“, ein Kooperationsprojekt der Deutschintensivgruppen Elefanten und Krokodile. Ausgangspunkt der experimentellen „Buchstabenforschungsarbeit“ im DaZ-Unterricht der Elefantengruppe war das Buch, „Die große Wörterfabrik“. Darin geht es um Wörter,  die gekauft werden müssen und dementsprechend kostbar sind. Die Kinder beschäftigten sich mit dem Klang von Wörtern und Sätzen, welche inneren Bilder dabei entstehen oder auch welche emotionalen Spuren sie hinterlassen und wie sie eingeordnet werden können. Die Kinder wählten hierbei Worte wie „Eiskalt“, „Dummkopf“ oder „Zauberfee“ aus. Auch die unterschiedlichsten Erscheinungsformen von Buchstaben, Schriftsymbolen, Zeichen aus aller Welt wurden erkundet. Die Wortfabrik wurde aus recycelten Kisten hergestellt und mit Papiermasche kaschiert und bemalt. Die Schriftstreifen sind mit unterschiedlichsten Pinseln geschrieben, gestempelt und aus Magazinen ausgeschnitten. Neben dem spielerischen Umgang mit dem Schriftbild, dem Klang von Wörtern und auch der Betonung sollte mit Hilfe des Projekts die Neugier bei den Kindern geweckt werden über Wörter und welche inneren Bilder und Gefühlsspuren sie hinterlassen .

Im Rahmen des DaZ-Unterrichts setzten sich die Kinder der Krokodilgruppe mit Büchern auseinander und gingen der Frage nach, welche Spuren, Gedanken und Ideen Geschichten bei Kindern hinterlassen. Unter dem Motto „Das Loch in der Tapete“ oder „Welches freundliche Monster wohnt in deiner Wand?“ ging es darum, die Fantasie der Kinder anzuregen und sie dabei zu unterstützen ihre Vorstellungen in Worte zu fassen. Die Krokodilkinder gingen auf Spurensuche und entdeckten dabei eine Drachenfährte, die uns zu der Geschichte „Das Loch in der Tapete“ von Annette Herzog und Barbara Kordhues führte. Alle Kinder hörten gespannt zu und fantasierten anschließend über freundliche Monster und Tiere sowie geheime und nicht so geheime Freunde… Während der künstlerischen Erarbeitung konnten die Kinder frei aus Recyclingmaterialien wählen und diese nach den eigenen Vorstellungen zusammenbauen und gestalten. Wir als Erzieher übernahmen hier nur die Rolle der Assistenten, etwa beim Zusammenkleben. Die Monsterfreunde entstanden so erst im Laufe der Zeit. Aus den zunächst alten Joghurtbechern, Milchkartons, Kochlöffeln oder Eierkartons entstanden für die Kinder reale Fantasiefiguren zu denen sie sich ihre eigenen Geschichten ausdachten.

Viktoria Jurjeva

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Alle Fotos © DS Shanghai