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Lernausgangslage

Zur Umsetzung gezielter Fördermaßnahmen ist eine Ermittlung der Lernausgangslage notwendig. Dazu werden vielfältige quantitative und qualitative diagnostische Verfahren eingesetzt. Ein weiterer Bestandteil zur Ermittlung des Ist-Standes sind gezielte Gespräche mit allen Beteiligten, d.h. mit Erziehern, Klassen-/Fachlehrern, den Schulsozialarbeitern, den Schülern und Eltern.

Screening der Grundschulklassen

Um die Lernausgangslage der Kinder in der Grundschule zu ermitteln, wird zu Beginn jedes Schuljahres ein Screening der Klassen 1 bis 4 durchgeführt. Dieses Verfahren umfasst im ersten Jahrgang verschiedene Wahrnehmungsbereiche sowie Vorläuferfertigkeiten für den Deutsch- und Mathematikunterricht. In den weiteren Jahrgängen setzt sich das Verfahren aus verschiedenen standardisierten und nicht-standardisierten Tests in den Bereichen Deutsch und Mathematik zusammen. Mit der Durchführung und gezielten Auswertung dieses Screenings sind verschiedene Ziele verbunden: Die Ergebnisse sollen als Grundlage für die erste Einteilung der Bunten Stunden dienen. Außerdem stellen sie eine gute Basis für Individualisierungsmaßnahmen im Unterricht dar. Zeigen Schüler sehr auffällige Leistungen, dienen die Ergebnisse als Grundlage für Elterngespräche, bei denen sowohl häusliche als auch schulische Fördermöglichkeiten aufgezeigt werden.

Sprachstandserhebung im Bereich Deutsch als Zweitsprache

Es kommen zwei Verfahren mit unterschiedlicher Zielsetzung im Bereich DaZ zur Anwendung:

  1. Standardisiertes Screeningverfahren: Alle DaZ-Schüler werden am Ende des Schuljahres getestet. Dabei wird entschieden, ob eine Förderung auch im nächsten Schuljahr notwendig ist. Das Verfahren wird auch herangezogen, falls bei einem Kind der Verdacht auf DaZ-Förderbedarf besteht.
  2. Hauseigenes Screeningverfahren: Um eine individuelle Sprachförderung gewährleisten zu können, führt die DaZ-Lehrkraft mit jedem DaZ-Schüler ein hauseigenes Screeningverfahren durch. Diese qualitative Sprachstandserhebung wird zu Beginn und gegen Ende des Schuljahres gemacht, um den individuellen Sprachstand zu ermitteln. Mit den Ergebnissen wird die sprachliche Entwicklung dokumentiert und individuelle Förderziele werden abgeleitet.

Die Entscheidung über eine Förderung wird im engen Austausch mit den beteiligten Pädagogen getroffen. Generell gilt, dass nach einem Screening zur Aufnahme die Teilnahme am DaZ-Unterricht verbindlich beschlossen wird. Die Teilnahme am DaZ-Unterricht ist so lange verpflichtend bis auf der Grundlage eines DaZ-Screenings und nach gemeinsamer Entscheidung des DaZ-Beauftragten, des DaZ-Lehrers und des Deutschlehrers anders entschieden wird.

Weitere Informationen finden Sie hier.

Weitere Verfahren

Werden Auffälligkeiten bei Kindern und Jugendlichen in bestimmten Bereichen (zum Beispiel Wahrnehmung, Lesen, Rechtschreiben, Grammatik, Mathematik, im Lern- und Arbeitsverhalten usw.) beobachtet, können alle pädagogischen Mitarbeiter der Schule eine Anfrage an das Förderteam stellen. In diesem Anfragebogen werden erste Informationen über die beobachteten Auffälligkeiten eingetragen. Zur genauen Ermittlung der Ausgangslage werden Gespräche mit allen Beteiligten (Erzieher, Lehrkräfte, Eltern und Kinder) geführt. Darüber hinaus werden standardisierte und nicht-standardisierte Verfahren eingesetzt. Dazu gehören normierte Schulleistungstests und informelle Aufgabenstellungen in den Bereichen Lesen, Rechtschreibung, Grammatik und Mathematik. Bei Auffälligkeiten im Lern- und Arbeitsverhalten werden Unterrichtsbeobachtungen durchgeführt und/oder Daten anhand von Fragebögen ermittelt. Auf der Grundlage der erhobenen Daten schreibt der Sonderpädagoge eine zusammenfassende Stellungnahme und bespricht mögliche Maßnahmen mit allen Beteiligten.