Basketball verbindet: ALBA BERLIN DS Shanghai EuroCampus Cup

Ballgetrappel, HippHopp Musik und lauter Jubel strömte am Wochenende vom 20. bis 22. Mai aus der großen Sporthalle auf dem EuroCampus. Bereits das dritte Jahr in Folge fand im Rahmen des Deutsch-Chinesischen Jahr des Jugendaustauschs der „ALBA BERLIN DS Shanghai EuroCampus Cup“ statt. Dabei kamen 180 chinesische, französische und deutsche Schüler und Schülerinnen auf dem EuroCampus zusammen um gemeinsam und gegeneinander Basketball zu spielen.

Einer der  erfolgreichsten Basketballspieler Europas und Vizepräsident Henning Harnisch und ALBA-Coach Mirko Petrick waren für die Albatrosse nach Shanghai gereist. Bereits am Freitag gab es eine Fortbildungen für Erzieher und Lehrer sowie eine Trainingseinheit, die sich mit den Themen Sprache, Freude am Basketball und Teamfähigkeit beschäftigte.

Training von Profis

Das große Training für die Schüler mit anschließendem Turnier folge am Samstag und Sonntag. In zwei Altersklassen gingen insgesamt 23 Teams an den Start: Insgesamt 14 Jungen- und neun Mädchenmannschaften von der DS Shanghai Pudong, dem EuroCampus, sowie der französischen Schule LFS und von sechs PASCH-Schulen trainierten gemeinsam am Samstag für das große Turnier. Am Sonntag konnte nun das zuvor gelernte gekonnt angewendet werden. Es ging heiß her zwischen den Mannschaften – immer den Ball fest im Blick fegten die Spieler zwischen den Körben über das Spielfeld.

23 Teams – 44 Spiele – 12 Pokale

Nach insgesamt 44 Spielen stand das Ranking fest: Die Greentown Schule Hangzhou belegte den ersten Platz in der Gruppe U18, das Jungenteam der LFS wurde Meister in der Gruppe U16. Bei den Mädchen erzielte in der Gruppe U18 die DS Shanghai EuroCampus den ersten Platz und in der Gruppe U16 wurde die gemischte Mädchenmannschaft, die aus drei Schülerinnen der französischen Schule und drei chinesischen Schülerinnen der Shanghai Caoyang Nr. 2 High School bestand, Meister. Eine besondere Ehrung erhielten Xia ZhiShen von der Greentown Schule und Sophie Smars von der LFS, die zu den MVP – Most Valuable Player – gewählt wurden.

Mit der Siegerehrung am Sonntagnachmittag fand das Wochenende seinen krönenden Abschluss. Henning Harnisch und Doris Ernst vom deutschen Generalkonsulat überreichten die Pokale an die stolzen und glücklichen Gewinnermannschaften. Neben dem sportlichen Event ging es aber auch um das gegenseitige Kennenlernen und den interkulturellen Austausch zwischen den Schülern.

Sport baut Brücken

Eine der chinesischen Schülerinnen meint, dass ihr Sieg zu dem Motto des Deutsch-Chinesischen Jahr des Jugendaustausches „Austausch, Freundschaft und Zukunft“ passt: „Sport ist wirklich eine besondere Weise, auf die man sich schnell und einfach miteinander anfreunden kann. Dazu braucht man gar nicht mehr viel zu sagen. Nach einem Spiel ist meine neue Freundin Lea zu mir gekommen, hat mir die Hand gegeben und gesagt „Gutes Spiel!“. Mein Ärger über den heftigen körperlichen Kampf im Spiel ist da plötzlich verschwunden. Ich bin der Meinung, dass das Ranking nur Zahlen sind. Auf das Von- und  Miteinanderlernen und das Kommunizieren kommt es an. Freundschaften stehen immer an erster Stelle.“

Ziel des Projektes von ALBA BERLIN ist es mit Schulen in China, an denen deutsch gelernt wird, den sogenannten PASCH-Schulen ein jährliches Basketballwochenende zu veranstalten, um zum einen Basketball als Sportart in China bekannter zu machen und zum anderen Kulturen zusammen zu bringen – denn Sport überwindet Grenzen, bringt Menschen zusammen und lässt sprachliche Hürden verschwinden. 

Zu Gast bei Freunden

Neben dem gemeinsamen Training an der Schule, lernen die chinesischen Schüler auch den Alltag der deutschen Kinder kennen, in dem sie in der Zeit bei deutschen Gastfamilien wohnen, gemeinsame deutsche Gerichte kochen und Basketball-Vokabeln lernen. Dieser Miniaufenthalt in einer Gastfamilie zählte für viele Schüler zu einem der Höhepunkte des Wochenendes.

Eltern aus dem Sportausschuss der Schule sorgten für die Verpflegung der Sportler an diesem Wochenende. Mit großem Engagement wurde geschnitten, gerührt, gekocht und gebraten, sodass sich alle Sportler pünktlich um19:30 Uhr bei einem gesunden Abendessen stärken konnten und ein gemeinsames Sonntagsfrühstück vorfanden.

nmk/PR

Viel Arbeit im Hintergrund

Um ein Turnier dieser Größenordnung überhaupt durchführen zu können, war im Vorhinein viel Arbeit notwendig. Großer Dank gilt u.a. Alba Berlin, der Fachschaft Sport der Deutschen Schule, der Zentralstelle für das Auslandsschulwesen, der Abteilung Kultur und Bildung des Generalkonsulats Shanghai und natürlich dem Sportausschuss und den engagierten Familien der DS Shanghai, die alle das Turnier finanziell bzw. logistisch unterstützt haben.

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Alle Fotos © DS Shanghai /