Utopie oder Dystopie? Elftklässler arbeiten fächerübergreifend in Englisch und Ethik

 

Einzelne Lernpakete zu einem Wissensnetz verbinden: Mit diesem Anliegen werden am EuroCampus in jeder Klassenstufe der Sekundarstufe verbindlich fächerübergreifende Unterrichtsreihen durchgeführt. Dem Thema „Utopie oder Dystopie?“ haben sich die Schüler der 11. Klassen umfassend von Oktober 2014 bis Ende Januar 2015 gewidmet. In diesem Zusammenhang haben sie Texte und Thesen von einschlägigen Autoren wie George Orwell, Thomas Moore oder Karl Popper auseinandergenommen, eine gemeinsame fächerübergreifende Klausur geschrieben und kreative Gruppenarbeiten präsentiert.

Bei  den Abschlussveranstaltungen am 27., 29. Januar und 3. Februar 2015 stellten sie beispielsweise in Form von Postern, Filmen und Hörspielen eigene Staatsentwürfe vor und diskutierten im Forum. „Durch die eigenständige Bearbeitung haben sich die Schüler tatsächlich fächerübergreifendes Verständnis für die Thematik angeeignet und Gelerntes mit Begeisterung und Einfallsreichtum weiter entwickelt und neu verknüpft“, sagt die Englischlehrerin Silke Demtröder. „Der relative Mehraufwand des Projektes hat sich für die Schüler und beteiligten Fachlehrer also mehr als gelohnt.“

kp/PR

„Anders denken, als wir es gewohnt sind“ – Schülerstimmen:

Ein vollendetes Leben oder doch eher ein Staatsystem direkt aus der Hölle? Diese Frage wurde fächerübergreifend in der 11. Klasse behandelt, im Ethik- und Englischunterricht. Unter Einbeziehung von Lektüren wie „1984“ von George Orwell oder dem Film „Die Matrix“ wurden in den Klassen Utopien, Staatsformen in der alle Bürger vollkommen glücklich sind, und Dystopien,  die Regierungen verbreiten Angst und Schrecken und die Menschen leben ein kontrolliertes Leben ohne Freiheiten, betrachtet und analysiert. Am Ende der Einheit wurden in einer Ausstellung in der Klasse verschiedene kreative Beiträge zu diesem Thema ausgestellt. Das Spektrum reichte dabei von grausigen Lego-Dystopien, in denen Menschen niedriger Klasse in einer Erdschicht unter den Höhergestellten hausen müssen, bis hin zu utopischen Inseln, die mit dem Computerspiel Minecraft realisiert wurden. Joel Weingart, 11c

Bei der Präsentation der eigenen Beiträge wurden verschiedenste Ideen vorgestellt. Diese variierten von Filmen, Fernsehsendungen, Plakaten bis zu Lego-oder Mindcraft-Modellen. Allerdings wurden nur Dystopien entwickelt, da alle Schüler zu dem Schluss kamen, dass eine Utopie unmöglich vorzubereiten wäre. Die Ausstellung der Ergebnisse war sehr interessant, weil wir uns während des Vorbereitens lediglich auf die eigene Idee konzentriert hatten. Dadurch lernte man seine Mitschüler von einer vollkommen neuen Seite kennen und wurde teilweise sehr beeindruckt von den Ergebnissen anderer. Insgesamt war es eine sehr intensive Zeit, in der wir Schüler auf eine gänzlich andere Art denken mussten als wir es gewohnt sind. Eva Toepper, 11c

 

An der Unterrichtsreihe waren folgende Lehrkräfte beteiligt: Bettina Brück, Ute Seeling, Silke Demtröder, Roman Ilg und Tobias Schlör.

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Alle Fotos © DS Shanghai / Silke Demtröder