Mögen die Spiele beginnen: Fächerverbindendes Olympia-Projekt der Klassen 6

Welche Sportarten wurden bei der Olympiade im alten Griechenland ausgeübt?  Was hatte Zeus mit den Olympischen Spielen zu tun, wie kleideten sich die Sportler und wer durfte überhaupt an den Spielen teilnehmen? Diese und viele weitere Fragen rund um die antike Olympiade klärten die Schülerinnen und Schüler der Klassen 6 im Sport- und im Geschichtsunterricht, bevor sie am 25. November 2014 eigene Olympische Spiele abhielten. Bereits zum dritten Mal wurde die Olympiade als fächerverbindendes Projekt durchgeführt.

Olympisches Kräftemessen: Von Wagenrennen bis Waffenlauf

Nach dem Einzug der Sportlerinnen und Sportler mussten diese erst einmal den Olympischen Eid ableisten. Anschließend wurde unter dem gestrengen Blick des Zeus das Olympische Feuer – nicht ganz stilecht mit einem Feuerzeug – entzündet. Noch rasch ein Stofflamm als Opfertier dargebracht und die Spiele konnten beginnen. 

Die Sechstklässler hatten sich anlässlich der Spiele neue Namen gegeben, und so traten die „Alphas“ (Klasse 6a), die „Thatanos-Krieger“ (Klasse 6b)  und die „Bulls“ (Klasse 6c) in insgesamt sechs Disziplinen gegeneinander an: Wagenrennen, Ringen, Speerwurf, Diskuswurf, Fünf-Sprung und Läufe über verschiedene 192 Meter-Distanzen. Neben der olympischen Ehre lockten als Siegprämie Gutscheine, die die Gewinner einmal von den Hausaufgaben befreien.

Ein Lorbeerkranz für die Gewinner

Klassensieger wurden die „Alphas“ (Klasse 6a, 37 Punkte), dicht gefolgt von den Thatanos-Kriegern (Klasse 6b, 33 Punkte) und den „Bulls“ (Klasse 6c, 26 Punkte). Alle Gewinner erhielten einen Lorbeerkranz, "gepflückt und geflochten von einem 12-jährigen Jungen".

Unterrichtsreihe „Fächerverbindendes Arbeiten“

In jeder Klassenstufe der DS Shanghai EuroCampus wird verbindlich eine fächerverbindende Unterrichtsreihe durchgeführt. Auf diese Weise wird Wissen besser vernetzt und bleibt nachweislich länger im Gedächtnis haften. Mehr Informationen zum fächerverbindenden Arbeiten gibt es hier.

Was die Sportlerinnen und Sportler über die Spiele denken…

Mir hat an den Olympischen Spielen am besten gefallen, dass es viele Disziplinen gab und dass alles sehr echt dargestellt wurde. Es hatten auch ganz viele meist weiße Tücher oder Bettlaken, die wir uns umgemacht hatten. Am Ende haben die Sieger der Disziplinen auch Lorbeerkränze bekommen. (Lia)

Ich fand alles cool. Am spannendsten waren die Disziplinen Speerwurf, Ringen und die Läufe.
(Marcus)

Eigentlich waren die Spiele ganz toll. Manchmal haben die Schiedsrichter aber nicht ganz genau geschaut. Beim Pferderennen waren die Seile nicht gleich lang. Ich dachte das griechische Essen nach der Olympiade wäre umsonst (falsch gedacht). Es waren auch nur zwei Arten von Essen da. (Benno)

Ich fand am besten an den Olympischen Spielen das Wagenrennen. Ich fand es nicht so gut, wenn zwei Kinder gleich waren, aber nur einer einen Lorbeerkranz bekommen hat. Sonst fand ich alles gut. (Lisanne)

Die Olympischen Spiele haben viel Spaß gemacht. Wir hatten viele spannende Disziplinen. Sie waren gerecht verteilt. Wie hatten versucht, die Spiele genauso nachzumachen wie in der Antike. Nach den Spielen und der Siegerehrung haben wir griechisch gegessen. Allerdings war ich ein bisschen enttäuscht bei dem Essen, weil ich mir z. B. einen Tisch für uns vorgestellt hätte, sodass wir zusammen essen könnten. Manchen Disziplinen waren leider ziemlich viel abgewandelt. Aber im Großen und Ganzen fand ich die nachgemachten Spiele sehr gut. (Maurice)

Die Olympischen Spiele waren der größte Wettkampf in Griechenland und es gibt sie bis in die heutige Zeit alle vier Jahre. Heute haben wir das in der „modernen“ Version nachgemacht. Es gab nicht viele Unterschiede zu der Antike. Ich dachte, dass das Essen ein bisschen griechischer ist, kostenlos, und nur für uns. Der Waffenlauf war nicht so fair. (Greta)

Das Ringen hat Spaß gemacht und das Diskuswerfen. Die Läufer waren nach dem Lauf richtig müde. Ich dachte, es gäbe griechisches Essen. (Max S.)

Ich fand es OK, aber das Essen war langweilig. (Elias)

Ich fand es nicht so gut, weil nicht alle Kinder aus einer Klasse, wenn diese gewonnen hat, einen Lorbeerkranz bekommen haben, obwohl sie gleich weit oder gut geworfen, gesprungen oder gerungen haben. Ich fand es toll, dass wir mal so was machen und nicht immer nur Theorie. Die Schilder waren nicht gut zum festhalten. Es hat Spaß gemacht, die Schilder und Helme zu basteln. Es hat auch Spaß gemacht, die Disziplinen zu spielen. (Natalie)

Sie waren cool, aber das Essen hätte umsonst sein sollen. Die Kleidung war immer noch nicht griechisch, weil alle Sportsachen anhatten. Sonst war alles cool. Vielleicht wären ein paar weniger Laufdisziplinen gut gewesen. (Joris)

 

 

 

 

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Alle Fotos © DS Shanghai / Ludger Sobkowiak / Charlotte Hunecke