Schminken in der chinesischen Oper

Beim Training sehen die Schüler so wie ganz normale chinesische Jugendliche aus, doch sobald sie geschminkt sind schlüpfen sie in ihre Rollen, die sie auf der Bühne verkörpern. Diese Verwandlung geht folgendermaßen vonstatten:

Zuerst betreten die Lernenden den Schminksaal, einen großen rundum verspiegelten Raum. Bewaffnet mit Pigmentpulver und Gesichtscreme machen sich die Schüler ans (Kunst-)werk. Man braucht ca. 20 Minuten für das Schminken, den Grundton für die Hautfarbe mischen sich die Schüler selber zusammen. Die Farbe der Schminke gibt dabei Auskunft über den Charakter, z.B.  je gelber, desto älter die Rolle. Jede Oper (Pekingoper, Shanghai, Yangzhou…) hat ihre eigene typische Schminkart, das Schminken wird den Schülern in extra Schminkkursen beigebracht.

Die Schminktechnik geht auf eine jahrtausendalte Tradition zurück:
Früher wurde nur den Männern erlaubt zu spielen. Die Frauenrollen wurden damals auch von Männern gespielt, die ihrer Rolle entsprechend überzeugend geschminkt waren.

Das Schminken der Augen ist hierbei am schwierigsten, es werden schwarze Striche um die Augen gemalt, damit Gefühle besser zum Ausdruck kommen. Die Augen wirken durch die Umrandung deutlich größer und weiter aufgerissen.

Nach dem Schminken fehlen nur noch das passende Kostüm und eine geeignete Kopfbedeckung, dann kann die Aufführung auch schon beginnen!

Felix, Sophie

Opernschule – Kleidung

Die Kleidung hat in der chinesischen traditionellen Oper eine besondere Stellung. Während dem Besuch bekamen wir einen Einblick in die Tradition und Bedeutung der Opernkleidung. Allgemein sind die Gewände sehr weit, haben lange Ärmel und deren handgestickten Muster (Symbole wie der Phönix oder der Storch) und Farben sagen etwas über die Herkunft und soziale Stellung der Charakter aus. Manche Schüler hatten auch die Möglichkeit, verschiedene Gewände anzuprobieren und Fotos zu machen.

Julia, Ruofan