Kinder und Jugendliche als Opfer des Nationalsozialismus: Eine Lesung mit Autorin Anja Tuckermann

Am Montag, den 17. Februar 2014, las die Autorin Anja Tuckermann im Theater der Bibliothek des EuroCampus in zwei Lesungen den Schülern der 10. und 11. Klassen aus ihren Büchern zum Thema Kinder und Jugendliche als Opfer des Nationalsozialismus vor. In "Denk nicht, wir bleiben hier. Die Lebensgeschichte des Sinto Hugo Höllenreiner" beschreibt die Autorin anhand zahlreich geführter Interviews mit Herrn Höllenreiner die Deportation der Familie Höllenreiner ins Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau im Jahre 1943 – aus der Sicht des damals neunjährigen Jungen Hugo. In die Beschreibungen des grausamen Alltags im Konzentrationslager, der Angst und brutaler medizinischer Experimente von Dr. Mengele, baut die Autorin immer wieder Originalzitate von Höllenreiner ein. Für das Buch erhielt Anja Tuckermann 2006 den Deutschen Jugendliteraturpreis, die Begründung der Jury ist hier zu finden.

Des Weiteren las Frau Tuckermann aus dem Buch "Mano. Der Junge, der nicht wusste, wo er war" vor. In diesem Buch geht es um Erlebnisse von Mano, der ebenfalls mehrere Jahre als Kind in Konzentrationslagern verbingen musste und überlebte. Der Schwerpunkt in diesem Buch liegt auf der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg, als Mano als traumatisierter Junge, von seinen Eltern getrennt, nach Frankreich gebracht und dort von Familie zu Familie gereicht wurde.

Ebenfalls stellte Frau Tuckermann ihr neuestes Buch "Ein Volk, ein Reich, ein Trümmerhaufen. Alltag, Widerstand und Verfolgung - Jugendliche im Nationalsozialismus" vor, in dem es – wie der Titel schon sagt – allgemein um Jugendliche im Nationalsozialismus geht.

Im Anschluss an die Lesungen hatten die Schüler Gelegenheit Fragen an die Autorin zu stellen.

dp/PR