Deutsch-französischer Schüleraustausch 2014: "Einblick in den französischen Alltag"

Foto: Matthias Schäfer, LFS


Der deutsch-französische Schüleraustausch, der vom 9. bis zum 13. Januar  2014 und am darauf folgenden Wochenende stattfand, war für uns alle eine gute Erfahrung. Wir haben einen kleinen Einblick in den französischen Alltag bekommen  – und die Franzosen umgekehrt in unseren.

Die erste Begegnung

Für die erste Begegnung hatten die Lehrer am 9. Januar einen Ausflug in die ehemalige französische Konzession geplant. Wir starteten mit einer Fotorally, aufgeteilt in Gruppen mit unseren jeweiligen Austauschpartnern. Wir blieben aber nicht in unseren Kleingruppen, sondern fanden uns auch mit den anderen zusammen und kamen als  eine große Gruppe am Ende zusammen zu unserem Treffpunkt, eine französische Crêperie. Dort aßen wir Gallettes und natürlich auch Crêpes. Anschließend ging es weiter zu einem Hip-Hop-Tanzkurs. Wir machten uns zwar fast alle zum Affen, aber es war trotzdem eine nette Idee unserer Lehrer, denn ein bisschen Spaß gemacht hat es schon. Anschließend gingen wir mit unseren jeweiligen französischen Austauschschülern zu uns Nachhause.

Collage, die bei der gemeinsamen Fotorally entstanden ist

Der gemeinsame Schultag

Am nächsten Morgen kamen die französischen Austauschschüler mit in unseren Unterricht und bemerkten einige Unterschiede. Zum Beispiel, dass unsere Stunden nur 45 Minuten anstatt wie bei ihnen 55 Minuten dauern. Im Unterricht verstanden sie nur einige Satzfetzen und Wortbruchteile, da wir schnell sprachen. Schon eine Woche später, als wir am Lycée français de Shanghai zu Gast waren, sollten wir bemerken, dass es uns nicht besser erging. Doch zurück zum ersten verlängerten Austauschwochenende: Der gemeinsame Schultag an der DS Shanghai verging schnell und abends trafen wir uns alle und schauten Filme. Es gab teilweise Kommunikationsschwierigkeiten, die wir mit Zeichensprache überbrückten und uns allem im allem gut unterhalten konnten. Den ersten gemeinsamen Samstag verbrachten wir alle zusammen in der Stadt. Wir zeigten den Franzosen unseren Lieblings-Burgerladen „Carls Jr.“  und shoppten auf der Nanjing Lu. Leider waren nicht alle Austauschschüler dabei, da manche Rugbytraining oder einfach keine Zeit hatten. Trotzdem war es lustig und den Abend verbrachten wir wieder gemeinsam. Auch am Sonntag hatten wir wieder eine gute Zeit zusammen, obwohl einige der Franzosen schon Sonntagabend wieder nach Hause gingen. Damit war auch der erste Teil des Austauschs auch schon beendet.

In der anschließenden Woche gingen wir am Donnerstag nach der Schule mit zu den Franzosen. Einige der deutschen Schüler gingen sogar nach Pudong auf die Französische Schule. Die Schule in Pudong ist kleiner als unser gemeinsamer Campus in Puxi. Deshalb waren auch nur zwei deutsche Schüler vom EuroCampus in Pudong, wodurch diese natürlich für die Franzosen zu einer Art Attraktion wurden. Insgesamt war es sehr interessant einmal die Schule in Pudong besucht zu haben. Wobei wir sagen können, dass wir hier in Puxi mit unserer Kantine doch sehr viel Glück haben.

Und der Austausch am EuroCampus? Obwohl wir die Schule und das Schulgelände schon sehr gut kennen, haben wir sie einmal anders gesehen. Der Unterricht bei den Franzosen ist anders als bei uns Deutschen. Die Lehrer scheinen strenger zu sein und im Gegensatz zu uns deutschen Neuntklässlern haben die Franzosen schon Kurse, die sie wählen können. Außerdem haben sie Frontalunterricht, das heißt, dass sie nicht wie wir in Gruppen arbeiten, sondern fast nur alleine.

Zuhause bei den Franzosen

Zuhause bei den Franzosen merkten wir, dass wir das Meiste verstehen konnten, aber das Antworten wurde dann doch mehr zu einer schwierigen Aufgabe. Alles in Allem haben wir den Eindruck, dass es in französischen Familien strenger zugeht, wenn es um Themen wie die Familienrangordnung oder Hausaufgaben geht. Weiterhin konnten wir aus Entfernungsgründen nicht viel miteinander machen, trotzdem schafften wir es einen schönen Abend miteinander zu verbringen.

Insgesamt war der deutsch-französische Schüleraustausch eine gute Erfahrung und wir haben einiges dabei gelernt, neue Bekanntschaften gemacht und unser Französisch aufgefrischt. Wir könnten sagen: „Nous nous célébrons“.

Annika Weingart, Anouk Maschke, Noemi Slawinski und Leon Heinzmann, 9a