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Allgemeine Informationen

 

Was ist eigentlich Feinstaub?

Als Feinstaub, Schwebstaub oder englisch „Particulate Matter“ (PM) bezeichnet man Teilchen in der Luft, die nicht sofort zu Boden sinken, sondern eine gewisse Zeit in der Atmosphäre verweilen. Je nach Korngröße der Staubteilchen wird der Feinstaub in so genannte Fraktionen unterteilt: Unter PM10 versteht man alle Staubteilchen, deren aerodynamischer Durchmesser kleiner als 10 Mikrometer (das sind 10 Millionstel Meter) ist. Eine Teilmenge der PM10-Fraktion sind die feineren Teilchen, deren aerodynamischer Durchmesser weniger als 2,5 Mikrometer beträgt. Diese bezeichnet man als „Feinfraktion“ oder PM2,5.

Feinstaubbelastungen

Feinstaub kommt aus unterschiedlichen Quellen. In Ballungsgebieten ist vor allem der Straßenverkehr eine bedeutende Feinstaubquelle. Dabei gelangt Feinstaub nicht nur aus Motoren – vorrangig aus Dieselmotoren – in die Luft, sondern auch durch Bremsen- und Reifenabrieb sowie durch die Aufwirbelung des Staubes auf der Straßenoberfläche. Die Feinstaubbelastung ist in Großstädten und an Verkehrsknotenpunkten auch in Deutschland höher als etwa im ländlichen Raum. In China ist die Belastung aus verschiedenen Gründen insgesamt höher als in Deutschland, dazu gehört zum Beispiel der relativ hohe Einsatz von Kohleöfen und Kohlekraftwerken. Aber auch natürliche Quellen, wie zum Beispiel Sandstürme tragen zu erhöhten Feinstaubbelastungen bei.   

Feinstaub in Schulen

Durch offene und undichte Fenster gelangt die belastete Außenluft auch in Innenräume. Emissionsquellen im Innenraum – Rauchen, Kerzen, Staubsaugen ohne Feinstfilter im Luftauslass, Bürogeräte, Kochen/Braten, offener Kamin usw. – können die Staubkonzentration, vor allem der ultrafeinen Partikel, erheblich erhöhen. In Klassenräumen, das zeigen mehrere Untersuchungen in Deutschland, kann die Feinstaubbelastung bis zu dreimal höher sein, als zur gleichen Zeit im Außenbereich.  Bei Messungen an Frankfurter Schulen lagen die Werte zum Beispiel bei durchschnittlich 69 +/- 19µg/m3 und damit in ähnlichen Bereichen wie bei anderen Untersuchungen.   Gleichzeitig stellt die hohe Kohlendioxidbelastung in Klassenräumen ein Problem dar. Untersuchungen zeigen, dass Kinder und Lehrer während des Unterrichts extrem hohen CO2-Konzentrationen ausgesetzt sind, wenn keine ausreichende Lüftung vor Unterrichtsbeginn und nach einer Schulstunde vorgenommen wird.  Gründe für die hohe CO2- und Feinstaubbelastung sind vor allem die hohe Anzahl an Personen und ihre mehr oder minder anhaltende hohe Aktivität im Raum.

Schutz durch Lüften und Feuchtreinigung

In Deutschland ist die Feinstaubbelastung der Außenluft im Allgemeinen eher gering. Das Lüften eignet sich deshalb nicht nur als Maßnahme gegen zu hohe CO2-Konzentrationen sondern kann auch die Feinstaubbelastung im Innenraum verringern. Die wichtigere und wirkungsvollere Maßnahme gegen die hohe Feinstaubbelastung im Klassenzimmer ist aber das regelmäßige feuchte Reinigen der Räume. Experten fordern daher in Deutschland, dass täglich feucht gewischt wird, an vielen Schulen geschieht das aber aus Kostengründen nur zwei Mal wöchentlich in den Klassenräumen und noch seltener in Fluren und Treppenhäusern.

Reinigung an der DS Shanghai

An der DS Shanghai wird in allen Gebäudeteilen und Klassen und Räumen mindestens einmal täglich feucht gewischt, was deutlich zur Verringerung der Feinstaubbelastung beiträgt. Untersuchungen in Deutschland zeigen, dass eine verbesserte Feuchtreinigung sich nicht nur positiv auf die gemessene Feinstaubkonzentration im Klassenraum auswirken kann, sondern dass hierdurch auch andere  staubgebundene, schwerflüchtige Schadstoffe aus dem Raum entfernt werden und damit auch messtechnisch nicht erfasste Belastungen reduziert werden.

Quellen: GSF - Forschungszentrum für Forschung und Gesundheit, Lunge Zuerich, Umweltbundesamt

Mehr Informationen zu Feinstaub haben wir hier auf der Basis der Informationen des Umweltbundesamtes für Sie zusammengetragen.

 

Alle Informationen zusammengestellt von DS PR / Jochen Klein