Die Ostasienspiele 2013: Gemeinsam gekämpft, gesiegt, verloren und gefeiert

Mit einer stimmungsvollen Feier, letzten Siegerehrungen, der Vergabe des Fairness-Pokals, der Bekanntgabe der Gesamtsieger und der Bekanntgabe des Austragungsortes der nächsten Spiele sind die Ostasienspiele in Tokyo Yokohama 2013 am Samstag zu Ende gegangen. Am Sonntag traten die Athleten aus Taipei, Seoul, Hongkong, Beijing, Changchun und Shanghai die Heimreise an. Der Tenor bei Athleten und Betreuern: Tokyo war großartig, die DSTY war ein perfekter Gastgeber.

Den Auftakt zur Abschlussveranstaltung machte eine japanische Trommelgruppe, die den Athleten, die sich nach den dreitägigen Wettkämpfen zufrieden aber vereinzelt auch ziemlich erschöpft zeigten, noch einmal kräftig einheizte. Bei den anschließenden Siegerehrungen für die letzten Wettbewerbe des Tages war dann auch von Müdigkeit nichts zu merken und die Medaillengewinner wurden von allen Mannschaften in gewohnt guter Stimmung gefeiert. Ein erster Höhepunkt des Abends war dann die Überreichung des Fairness-Pokals, der nach dem Votum aller Mannschaften unter großem Jubel an das Team aus Changchun überreicht wurde. 

Auch wenn alle Mannschaften das Ergebnis der Gesamtwertung natürlich bereits kannten, weil die Live-Ergebnisse in der Eingangshalle der Schule für jeden sichtbar angezeigt wurden, war die Spannung vor der offiziellen Bekanntgabe in der Aula spürbar. Die Deutsche Schule Tokyo Yokohama und die Deutsch-Schweizerische Internationale Schule Hong Kong lagen nach den Wettkämpfen in der Gesamtpunktzahl gleichauf. Einige Schüler fragten sich, war das bereits der letzte Stand?

Die Bekanntgabe gab die Antwort: Der dritte Platz der Ostasienspiele 2013 geht mit 6 Gold-, 9 Silber- und 6 Bronze-Medaillen und 56 Gesamtpunkten an Hongkong, die Gastgeber kommen mit 5 goldenen, 7 silbernen und 4 bronzenen Medaillen auf neun Medaillenpunkte weniger und schließen auf dem vierten Platz ab. Silber geht mit 10 Gold-, 8 Silber- und 9 Bronzemedaillen und 56 Gesamtpunkten an Peking, Gesamtsieger ist nach 2011 auf eigenem Platz zum zweiten Mal in der noch jungen Geschichte der Ostasienspiele der Shanghaier EuroCampus, der 11 Gold-, 8 Silber- und 6 Bronzemedaillen erringen konnte und auf 69 Gesamtpunkte kommt. Die Plätze fünf bis acht belegen in Reihenfolge Taipei (4 G, 1 S, 5 B, 49 Punkte), Shanghai Pudong (2 G, 1 S, 2 B, 22 P.), Seoul (2 S, 2 B, 18 P.) und schließlich Changchun (3 S, 2 B, 6 P.) Nicht nur die Gesamtsieger hatten also guten Grund zu Feiern.

Sieger der Spiele in Tokyo sind aber nicht nur die vielen Medaillengewinner und die Teams der Schulen. Zu den Gewinnern zählen besonders auch die Organisatoren, die mit ihrer großen Arbeitsleistung die Wettkämpfe, den Transport, eine Sightseeing-Tour und vieles anderes erst möglich gemacht haben, die Eltern der Gastgeber, die die Spiele nach Kräften unterstützten und die vielen Sportler so unproblematisch aufgenommen haben und natürlich auch alle teilnehmenden Schulen mit ihren Sportbereichen. Zum zweiten Mal fanden die Ostasienspiele unter dem Motto „Gemeinsame Ziele, gemeinsame Spiele“ statt und genau diese Gemeinsamkeiten tragen immer wieder dazu bei, dass sich die Schulen noch näher kommen. Davon profitieren auch die Schülerinnen und Schüler, die selbst nicht an den Spielen teilnehmen konnten.

Ein weiterer Sieg, den Schülerinnen und Schüler gemeinsam feiern können, ist schließlich der überaus freundschaftliche, sportliche und faire Umgang, den alle Sportler gezeigt haben, und zwar sowohl innerhalb der Mannschaften als auch der Mannschaften der einzelnen Schulen untereinander. Die Spiele in Tokyo Yokohama waren von einer beeindruckend sportlichen und freundschaftlichen Atmosphäre geprägt. Die Sportler hatten Spaß – an den Wettkämpfen und miteinander.

Das ist auch die Stimmung, die das professionelle Team aus Tim Drabandt und Chadi-Jan Kobeissi im Auftrag der DSTY  in ihrer Dokumentation zu den Ostasienspielen festgehalten hat. Der Film, der noch vor der Abschlussveranstaltung fertiggestellt und am Abend gezeigt wurde, kam so gut an, dass einige der Sportler das kurze Beben der Stärke 4,0, mit dem sich Yokohama von den Athleten verabschiedete nicht einmal wahrnahmen.    

Der Film und der erfolgreiche Abschluss der Ostasienspiele an der DSTY machen Lust auf mehr. Nach dem Motto „nach den Spielen ist vor den Spielen“, schauen nun alle Athleten voller Erwartung nach Beijing, wo die Deutsche Botschaftsschule Peking nach 2009 zum zweiten Mal Gastgeber für die Ostasienspiele sein wird. Wir sehen uns in Beijing 2015!

Der Link zum Film

jok/PR

Alle Fotos: Jochen Klein/ DS Shanghai PR