Lesungen und Fragerunde mit dem Kinderbuchautor Boris Pfeiffer

Wie lange dauert es ein Kinderbuch zu schreiben? Kann man eigentlich vom Bücherschreiben leben? Und woher kommen die Bilder auf den Seiten? Die Fragen der Grundschüler aus den 2. bis 4. Klassen purzeln am 6. November 2013 im Theater der Bibliothek durcheinander. Wer hat sonst schon die Chance, mehr von einem bekannten Buchautor zu erfahren? Zu Besuch ist an diesem Mittwochmorgen Boris Pfeiffer, den die meisten anwesenden Kinder als Autor der „Drei ???-Kids" und anderer spannender Detektivgeschichten kennen.

Aber zunächst liest Boris Pfeiffer mit eindrucksvoller Stimme, die für jede Romanfigur eine andere Färbung erhält, den Zweitklässlern Auszüge aus dem ersten Band der Buchreihe „Das wilde Pack“ vor. Darin erzählen Boris Pfeiffer und sein Co-Autor André Marx die Geschichte von Wolf Hamlet und seinen tierischen Freunden, die endlich wieder in Freiheit leben möchten.
Doch da wird nicht einfach nur vorgelesen: Der Autor bindet die Kinder ein, greift ihre Ideen auf. „Wie fühlt sich Hamlet wohl, als er das erste Mal den Zoo verlässt?“ fragt er beispielsweise in die Runde. „Er fühlt sich allein“, so die spontane Reaktion der Kinder. Gemeinsam wird die Erzählung weiter gesponnen, hier und dort werden die Zweitklässler auf die richtige Spur gelenkt, oftmals beweisen sie aber selbst den richtigen Riecher. „Das war spannend“, sagt Sophie aus der 2b hinterher, „wir haben mit Hamlet mitgefiebert, als der Zoodirektor ihn fast umbringen wollte.“

 

Auch während der Lesung für die Dritt- und Viertklässler erhält jede Figur aus dem ersten Band der Kinderkrimireihe „Unsichtbar und trotzdem da“ eine eigene Stimme. Die Mädchen und Jungen folgen dem Geschehen von „Diebe in der Nacht“ begeistert und wollen schon nach den ersten vorgelesen Seiten mehr über Addi, Jenny und Ağan wissen. Schließlich lösen die drei Freunde wie echte Detektive einen geheimnisvollen Fall um einen Museumswärter, der mit einem Gemälde spricht. Immer wieder sorgen lustige Textpassagen, mit denen Boris Pfeiffer Gespür für kindlichen Humor beweist, für Lacher im jungen Publikum.

Und schließlich ist es Zeit für die Fragerunde: „Je nach Buchumfang und Idee dauert es sechs Wochen bis zu einem Jahr, bis ich ein Buch fertig geschrieben habe“, erzählt der gebürtige Berliner. Inzwischen hat er rund 90 Bücher und Theaterstücke verfasst und kann gut davon leben. Und die Bilder? „Die stammen von Menschen, die gut zeichnen können – die nennt man Illustratoren.“

Wie gut den Zweit-, Dritt- und Viertklässlern die Lesungen gefallen haben, die in Kooperation mit den Deutschen Schulen in Singapur, Hongkong und Peking stattfanden, zeigt sich auch am Veranstaltungsende. Kaum wird das Wort „Autogramm“ ausgesprochen, bildet sich eine Schlange vor Boris Pfeiffer. Fast alle Kinder wünschen sich eine Unterschrift in ihren eigenen Büchern oder fragen nach einer Autogrammkarte.

Mehr Informationen gibt es auf der offiziellen Homepage des Autors: www.borispfeiffer.de

kp/PR

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Fotos © DS Shanghai / hw