Schüler der DS Shanghai EuroCampus besuchen die Caoyang Middle School


Einige Schüler und Lehrer der Caoyang Middle School Shanghai hatten der DS Shanghai EuroCampus vor einigen Monaten einen Besuch abgestattet und nun war es am 21. Juni 2013 Zeit für den ersten Gegenbesuch.

Schon am Tor wurde unser Bus von einem Empfangskommittee erwartet und gespannte Schülergesichter innerhalb und außerhalb des Busses spähten, ob man Bekannte vom letzten Mal ausfindig machen konnte. Zur Mittagszeit eingetroffen ging es zunächst in die Kantine, wo die restlichen chinesischen Schülerinnen und Schüler mit einem Essenscoupon warteten, um je einen  deutschen Schüler einladen zu können. Bunt gemischt saßen alle an den Tischen und nach anfänglichem Zögern begannen die Gespräche. Für die allermeisten deutschen Schüler war dies die erste Gelegenheit, eine chinesische Schule „life und in Farbe“ zu erleben. Das Essen war gut, wenn es auch für alle das gleiche gab, und man durfte erfahren wie es ist, ganz ohne Ayi Tablets weg zu räumen.


Danach stand etwas Zeit zur Verfügung, sich auf dem Campus umzusehen. Besonders großes Interesse fanden die Wohnheime, in denen alle chinesischen Schüler unter der Woche untergebracht sind, was sich die deutschen Schüler kaum vorstellen konnten. Ein Blickfang war die  Tafel, die Auskunft darüber gab, welche Zimmer am saubersten und ordentlichsten gehalten wurden.

Als gemeinsames Fach hatten sich die chinesischen Lehrer Sport, genauer gesagt Taiji, ausgesucht, und so ging es weiter in die Sporthalle über der Kantine. Auch die Taiji Lehrerin im weißen Taijigewand sprach deutsch und ließ die Schüler gemischt Stellung nehmen. In sehr ansprechender Weise und wohl durchdacht wurden gemeinsam etliche Übungen gemacht, bei denen auch immer chinesisch-deutsche Partnerarbeit gefragt war. Ein Höhepunkt war die Darbietung zweier Schüler der Caoyang Schule mit Schwert und Kette, die mit Bewunderung verfolgt und mit reichlich Applaus belohnt wurden. Wegen der fortgeschrittenen Zeit musste man nun rasch Abschied nehmen, obwohl man doch gerade erst warm geworden war und beide Seiten gern noch mehr Zeit miteinander verbrachte hätten. So konnten nur noch eilig Telefonnummern ausgetauscht werden und schon waren die Gäste im Bus verschwunden und man winkte einander zu, bis der Blickkontakt verloren war.


Schüler und Lehrer erwarten gespannt, wie der Kontakt sich im kommenden Schuljahr entwickeln wird und freuen sich auf viele weitere Begegnungen.

Sabine Liu