Leseförderung in der Grundschule mit dem Lesehund Eddie

Vorne (v. l.): Susanne Löhmann, "Eddie der Lesehund" und Annette Landgäber. Hinten (v.l): Sabine Orthey, Yvonne Hopke-Faupel


Am 16. Mai 2013 kam es zu einer Premiere in der Bibliothek am EuroCampus: Zum ersten Mal war Eddie der Lesehund zu Besuch. Ein Lesehund? Die Idee ist schnell erklärt: Kinder lesen einem Hund vor, der ihnen völlig wertfrei zuhört und den Kindern so Hemmungen beim Vorlesen nimmt. Der Mops ist für die Schule ein echter Glücksfall: er ist kinderlieb, hört geduldig zu, lässt sich gerne streicheln und bellt nicht.

„Lesehunde sind in Deutschland eine bewährte Methode, um Kinder mit Leseschwierigkeiten zu fördern“, sagt Annette Landgräber, Leiterin der Bibliothek, die die Idee nach Shanghai brachte. Ihre Kollegin Yvonne Hopke-Faupel wurde vor kurzem auf Eddies Zuhör-Talente aufmerksam und brachte die Besitzerin Susanne Löhmann, die ebenfalls von diesem Projekt überzeugt ist, in Kontakt mit der Bibliothek.

Die Grundschullehrer suchen in ihren Klassen Schüler mit Leseförderbedarf aus und schicken sie für eine zehnminütige Lese-Einheit zu Eddie, der während der Probezeit der nächsten Wochen montags und donnerstags jeweils von 10 bis 11:30 Uhr zu Besuch in der Bibliothek ist. Am Premierentag hat Eddie bereits den Geschichten von fünf Grundschülern gelauscht und hat sich tadellos benommen – und die Kinder gaben sich viel Mühe, Eddie gut vorzulesen und hatten viel Freude mit dem Hund. „Wenn Eddie nicht die Lust am Zuhören verliert, steht im Grunde einer Fortführung bis zum Ende des Schuljahres und auch darüber hinaus nichts im Wege“, sagt Annette Landgräber.

dp/PR