Studienfahrt der Zwölfklässler nach Vietnam


Mit dem Motto "Heute ist der Anfang vom Rest deines Lebens – Carpe diem!" im Gepäck begaben wir, die Zwölfter zusammen mit Herr Hagen, Frau Seeling und Frau Große, uns auf eine neuntägige, abenteuerliche Studienfahrt in den Süden von Vietnam. Wir verließen das fünf Grad kalte Shanghai am 27. Februar 2013 und landeten Stunden später, müde und kaputt und mitten in der Nacht im 30 Grad warmen Saigon.

Nach einer erholsamen Nacht ging es gleich am nächsten Morgen mit einer kleinen Stadtbesichtigung und dem Besuch des „War Remnants Museum“ los. Dort informierten wir uns über die Zeit und Geschehnisse des Vietnamkriegs (1957-1975). Das Museum wies eine beeindruckende Bildersammlung vor, wir staunten über Panzer und Kampfflieger, zeigten uns erschüttert gegenüber dem offensichtlichen Leid, welches vor allem durch chemische Waffen wie „Agent Orange“ erzeugt wurde.

Am nächsten Tag krabbelten und zwängten wir uns durch die Tunnel von Củ Chi, wobei wir Herrn Hagen beinahe verloren hätten.

Wir lernten das Leben in vietnamesischen Dörfern kennen und probierten lokale Spezialitäten wie Schlangen- und Bananenwein. Außerdem bekamen wir nicht selten „Seafood“ vor die Nase gesetzt.

Im weiteren Verlauf der Reise verbrachten wir sehr viel Zeit auf Booten, im Bus – und auf dem Fahrrad: nach vier Stunden knallender Sonne im Nacken und 34 Grad, litten nicht wenige von uns an einem kleinen Sonnenstich, Sonnenbrand und Dehydration.


Was uns allen sehr viel Spaß bereitete, war der Besuch einer örtlichen Grundschule. Die Kinder dort freuten sich über die willkommene Abwechslung vom Schulalltag und unsere mitgebrachten Geschenke. Obwohl die Schülerinnen und Schüler kein Englisch beherrschten, verstanden wir uns prächtig, spielten und lachten zusammen. Die Zeit an der Schule erschien uns allen zu kurz und viel zu früh machten wir uns wieder auf die Boote und fuhren zum Hotel.

Für die letzten zwei Tage stand Strandzeit auf dem Programm. Dafür fuhren wir ins von Saigon sechs stündig entfernte Phan Thiet. Dort angekommen entschädigten ein super Wellengang, ein klasse Hotel und leckeres Essen für die lange Fahrt. Die Zeit am Strand rundete eine nicht zu vergessene und letzte Klassenfahrt gelungen ab und wir alle blickten etwas wehmütig auf sie zurück als wir am Morgen des 07. Februars wieder in Pudong am Flughafen standen.

Chantal Thiele