Musikkurse der 11. Klassen: „Tango-Time“ statt schriftlicher Klausur

 

Der theoretische Stoff ist wichtig, der praktische Anteil im Musikunterricht ist umso schöner: am 28. Februar 2013 präsentierten die Schüler der 11er-Musikkurse ihre eingeübten Musikstücke in der 7. und 8. Stunde. Der „Tango-Mix“ von Claus Schrickel wurde von jedem Schüler musiziert – als Solostück auf dem Marimbaphon und als Gruppenvorspiel mit jeweils vier Besetzungen.

Als die Musiklehrer drei Wochen vor dem Präsentationstermin ankündigten, dass die nächste Klausur in dem Halbjahr durch einen praktischen Auftritt ersetzt wird, waren die Reaktionen unterschiedlich. Manche Schüler waren begeistert von der Möglichkeit, ihre musikalischen Talente zeigen zu können; anderen wurde etwas bange bei der Vorstellung, vor der gesamten Klasse auf einem Instrument spielen zu müssen. Doch in der Zeit, die uns auch während den Schulstunden zur Verfügungen gestellt wurde, erkannten schließlich alle den Spaß am  Musizieren. Mit ein wenig Hilfe von den Lehrern und jeder Menge Übung – auch zu Hause und am Wochenende in der Schule – meisterten die Elfer den „Tango-Mix“ und somit auch ihr Vorspiel an diesem Donnerstag. Zu sehen und zu hören waren neben dem Marimbaphon auch das Klavier, die Gitarre, das Cello, die Querflöte, das Xylophon und Bass-Klangstäbe.

Eins ist sicher: diese Art, im Musikunterricht sein Können zu zeigen, ist bereichernd, lockert den Unterricht auf und könnte ruhig öfters eingeführt werden!

Linde Wang, 11b

Das Projekt aus der Lehrer-Sicht:

Musik lebt nun mal vom Musizieren.  Daher bekamen die beiden 11-er Musikkurse eine praktische Musizieraufgabe gestellt.
Das Stück Tango-Mix sollte innerhalb von 3 Wochen aufführungsreif präsentiert werden. Zwei Aufgabenteile mussten bewältigt werden: Jeder sollte auf dem großen Vibraphon die Tango-Melodiestimme vorspielen, wirklich nicht so leicht, zudem noch in einer Vierergruppe den gesammten vierstimmigen Tango aufführen. Dabei durfte gerne kursübergreifend und natürlich auch mit eigenen Instrumenten musiziert werden. Nach der Aufgabenstellung kamen viele Zweifel auf,"das schaff`ich nie", "das ist viel zu schwer", was aber sehr schnell von eifrigem Üben verdrängt wurde. Fast alle Schüler nahmen über die Ferienwoche ein kleines Glockenspiel zum Üben mit. Das Geübte galt es dann allerdings noch auf das große Instrument zu übertragen.
Ja, was soll ich sagen, die Mühe hat sich gelohnt! Von kleinen Patzerchen mal abgesehen, und wir sind ja schließlich nicht im Konzertsaal, ließen sich alle Vorträge durchaus hören! Mehr als das, bei den Gruppenvorträgen des Tangos hat es richtig Spaß gemacht zuzuhören, jede Gruppierung präsentierte eine andere Klangfarbe und ihren eigenen Ausdruck.
Tango-Mix oder besser gesagt Musik machen wird bestimmt weiter fortgesetzt in unseren Musikkursen!

Karin Drechsler

Fotos © DS Shanghai, PR / kp