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Auszeit-Modell in der Grundschule der DS Shanghai Hongqiao


Immer wieder kommt es vor, dass Schüler den Unterricht stören. Das erschwert die folgenden Grundgedanken:

  1. Jede Schülerin und jeder Schüler hat das Recht, ungestört zu lernen.
  2. Jede Lehrerin und jeder Lehrer hat das Recht, ungestört zu unterrichten.
  3. Jede/r muss stets die Rechte der anderen respektieren.


Damit dies besser gelingen kann, haben wir seit dem Januar 2012 das Auszeit-Modell in der Grundschule eingeführt. 

Auszeit oder Time-Out heißt Unterbrechung des Unterrichts für den Schüler. Dort bekommt er/sie Zeit sich wieder zu beruhigen und zu fangen. Die Schüler sollen dabei Konsequenz, Wertschätzung und Wahrnehmung erleben. Die Auszeit hat nichts mit Ablehnung, Ausgrenzung oder Abschiebung zu tun. Im Gegenteil, die Kinder sollen schon früh lernen, sich mit ihren Gefühlen auseinander zu setzen, darüber zu sprechen und sich auch über Folgen ihres Handelns bewusst werden.

Ausarbeiten eines Rückkehrplans

Nicht nur die Lehrkräfte haben die Option Schüler in die Auszeit zu schicken, sondern die Kinder können auch selbst den Rat der Schulsozialarbeiterin suchen. Wenn sie zum Beispiel einen massiven Streit hatten oder sich nicht richtig auf den Unterricht konzentrieren können, haben sie die Möglichkeit - nach Absprache mit dem Lehrer - die Auszeit zur Beseitigung der Störung zu nutzen.

Was passiert, wenn sich Schüler querstellen?

Wenn sich ein/e Schüler/in weigert in der Auszeit an der Bewältigung der Schwierigkeiten und einem Lösungsansatz mitzuwirken, kann ein Abholen durch die Eltern die Konsequenz sein. Der Tag danach wird wieder im Auszeit-Zimmer begonnen und der Rückkehrplan besprochen.

Das Auszeitmodell hilft dem Schüler, der Klassengemeinschaft und dem Lehrer zur Ruhe zu kommen und eine angenehme und  Lern- und Lehratmosphäre zu schaffen.