Olympische Spiele der Antike mit und von den 6. Klassen


Wie war das eigentlich bei den alten Griechen und der Olympiade damals? Die Lehrer und Schüler der 6. Klassen wollten es genau wissen und griffen das Thema im fächerübergreifenden Sport- und Geschichtsprojekt "Olympische Spiele der Antike" auf. Dafür hieß es für die Schüler, intensiv zu recherchieren, welche Disziplinen es bei den ersten Spielen gab, wann die erste Olympiade überhaupt stattfand, welche Kleidung man trug und wie das Rahmenprogramm der antiken Olympiade aussah. Die Informationen wurden mit dem Ziel zusammengetragen, eine eigene Olympiade der 6. Klassen an der DS Shanghai EuroCampus auszutragen, die nach antikem Vorbild gestaltet ist.

Nach einigen Stunden Geschichts- und Sportunterricht standen die Disziplinen samt Regelwerk fest, ein Turniersystem wurde gefunden und der für die Austragung der Spiele nötige Zeustempel mit Ölbaum und Kränzen ebenfalls hergerichtet.

Opfergabe am Tempel von Zeus

Olympiade an der DS Shanghai

Am Donnerstag, den 29. November 2012, also rund 2900 Jahre nach der ersten Olympiade, hieß es dann auch an der DS Shanghai EuroCampus: Lasset die Spiele beginnen.

Nach dem Einlaufen der Wettkämpfer aus Sparta (Klasse 6a), Athen (6c) sowie der Mannschaft Zeus Armee (6b) wurde Zeus, da ihm zu Ehren die Spiele stattfanden, Opfer gebracht. Neben Räucherstäbchen und Obst wurde ein Ochse geopfert, der durch einen Teddybär symbolisiert wurde. Wie in der echten Olympiade wurde das olympische Feuer entfacht, das über die Dauer der Spiele brennen soll. Bevor es mit den Disziplinen losging, legten alle Wettkämpfer den heiligen olympischen Eid ab: die Regeln zu achten und über Zeus nichts Schlechtes zu sagen. 

Danach starteten die Wettkämpfe:

Wagenrennen
Diskuswerfen
192m Lauf sowie 2x192m Lauf
Ringen
Speerwerfen
Fünfsprung mit Gewichten
Waffenlauf
Ausdauerlauf mit Gruppenstart über 7 Runden je 192m


Ähnlich wie die Wettkämpfer im alten Griechenland kämpften unsere Schüler nicht nur für Ruhm und Ehre, sondern auch um einen Steuererlass, der an der Schule in Form von Hausaufgaben-Gutscheinen (ein Mal Hausaufgaben nicht machen müssen) vergeben wurde. Dementsprechend gaben die Schüler ihr Bestes und kämpften in jeder Disziplin hart um den Sieg, am Ende hatte dabei die Mannschaft aus Athen die meisten Siege. Die Einzelwertung war im Sinne der antiken Spiele, bei denen es keine Mannschaftswertungen gab, jedoch die wichtigere, denn nur der Sieger in einer Disziplin bekam einen Hausaufgaben-Gutschein.

Bei der Abschlusszeremonie wurden den glücklichen Gewinnern von griechischen Priesterinnen ein Kranz vom Ölbaum auf den Kopf gesetzt und eine von den Schülern selbstgestaltete Urkunde überreicht - einen zweiten und dritten Platz gab es wie in der Antike nicht.

Im Anschluss an die Olympiade ging es gemeinsam in die Kantine, wo extra für die Wettkämpfe griechisches Gyros aufgetischt wurde.

dp/PR

Schülerstimmen

„Es war sehr spannend. Es war cool, dass man ausprobieren konnte, wie die olympischen Spiele früher waren.“  Nadine, 6c

„Ich fand es schön, dass der Geschichts- und Sportunterricht einmal anders lief.“
Sophia, 6c

„Es könnte mehr Musik zwischendurch laufen.“ Johanna Vehlow, 6a

„Es war spitze, dass jeder sich daran beteiligen und jeder machen konnte, was er kann.“
Fabienne, 6a.

„Die Stimmung und die Zeusstatue waren super. LOL.“
Skye, 6c

"Ich fand die Anfangszeremonie gut, weil alle so glücklich waren und man noch nicht wusste, wer alles gewinnt. Die Siegerehrung war auch gut: Die glücklichen Gewinner mit ihren Kränzen."
Thatie, 6b

"Ich fand gut, dass wir die Spiele traditionell eröffnet haben. Besonders gut gefiel mir, dass wir beim Ringen alle mitgefiebert haben. Blöd fand ich, dass es beim 192m Lauf keine Bahnen gab. So wurde der Läufer in der Mitte eingequetscht und verlor fast immer. Trotzdem fand ich die Spiele gelungen."
Sarah, 6b

„Ich fand das Turnier-System super, weil so viele Kämpfe stattfanden.“
Yang, 6c

„Es war toll organisiert.“
Vanessa, 6c

Weitere Eindrücke von der Olympiade

Fotos © DS Shanghai / dp