Nachhaltigkeitsexperte berät die deutsch-französische Schulgemeinschaft

 

Im Rahmen der Projekttage mit dem Schwerpunkt „Raum“ hat sich eine Gruppe von Sekundarstufenschülern kürzlich intensiv mit dem Thema Umweltschutz beschäftigt. Einige Ergebnisse wie die Dosentonne in der Kantine oder Klassenmülleimer mit Fächern für Papier, Plastik und Restabfall werden derzeit in der Schule getestet. „Wir wollen aber noch mehr erreichen und zu einem wachsenden Umweltbewusstsein beitragen“, sagen die Vertreter der Umweltgruppe, die sich am 18. April 2012 mit den ebenfalls engagierten Schülersprechern, den Lehrerinnen Franziska Jung, Sabine Liu und Katrin Hänztschel und der Elternbeiratsvorsitzenden Dorothée Wiegand getroffen haben.
Anlass dafür war der Besuch eines Gastes mit Expertenwissen: Dr. Christian Baumgartner, Generalsekretär der Umweltorganisation „Naturfreunde International“ und Lektor für Nachhaltigen Tourismus an Fachhochschulen in Österreich, besuchte den EuroCampus nach einer Vorlesungsreihe, die er an einer Partneruni in Qingdao gehalten hatte. „Erzählt mir erst einmal, welche Aspekte im Bereich Umweltschutz schon an der Schule diskutiert werden und wie ihr
diesbezüglich als Schüler in Entscheidungen  eingebunden seid“, forderte er die Diskussionsrunde auf. Und so entwickelte sich ein angeregtes Gespräch, in dem es um Mülltrennung in China, Papierkopien oder auch den Umgang mit Strom, Wasser und Pappbechern ging.

 

 

Der studierte Landschaftsökologe hörte aufmerksam zu: „Mein Ziel ist, Einblick in die individuellen Herausforderungen zu bekommen und gemeinsam mit der Schule  konkrete Lösungsansätze zu erarbeiten“, sagte er. Die Herausforderung sei dabei grundsätzlich, verrschiedene Faktoren wie etwa Kosten und Alltagstauglichkeit zu berücksichtigen.
In einem anschließenden Gespräch mit den deutschen und französischen Verwaltungsleitungen sowie dem gemeinsamen Facility Management erfuhr Christian Baumgartner Details über den aktuellen Status in den verschiedenen Bereichen der Hausverwaltung mit besonderem Fokus auf die Gebäudetechnik. Zusätzliches Potenzial für Energie- und Ressourceneinsparung zu erschließen, war dabei das Anliegen. Diskutiert wurde auch, wie die Verwaltung Themen und Ideen der Schüler  wie zum Beispiel die Reduzierung der Pappbecher durch die Installation weiterer Trinkbrunnen unterstützen kann. Schnell stellte sich heraus, dass von Seiten der beiden Schulverwaltungen generell all' diejenigen Maßnahmen uneingeschränkt unterstützt werden, bei denen Kosten und Nutzen in einem finanziell vertretbaren Rahmen liegen. Schnelle Erfolge ohne Kostenimplikationen können etwa durch den bewussteren Einsatz von Klima- und Lichtanlagen in den Klassenzimmern und weniger Papierkopien erreicht werden, wenn alle Schüler und Mitarbeiter mitmachen.

kp/PR, Norbert Pinno

Alle Fotos © DS Shanghai, kp/PR