Science Fair: Wissenschaft erproben


„Auch in Wissenschaften kann man eigentlich nichts wissen. Es will immer getan sein.“, sagte schon Johann Wolfgang von Goethe. In diesem Sinne machten sich die Schüler des 12. Jahrgangs im Rahmen der Science Fair 2012 auf, wissenschaftlich zu arbeiten. Um es den Schülern nicht zu leicht zu machen und auch damit sie nicht von ihrem Thema gelangweilt werden könnten, war die Devise: Such dir dein Thema selbst.

Und so kam es dann, dass am Donnerstag, den 29. März 2012, die Schüler nach zwei Wochen intensiver Arbeit an ihrem Thema, entweder eine Vortrag hielten oder ein Poster präsentierten, die jeweils selbstverständlich benotet wurden.


Zum Beispiel beschäftigen sich Francisca Fei und Keren Wang mit dem Thema „Tierblut“ und waren dafür beim Tierarzt, mikroskopierten Blut und führten Experimente damit durch. Dabei stellten sie sich die Frage, ob Bluttransfusionen bei Hunden möglich sind  – die Antwort: sogar alle rund 30 Hunde-Blutgruppen sind miteinander verträglich. Wie man hingegen Chemie und Küche zueinander verträglich macht, haben Robin Kubitzek und Kevin Zhou bei ihrem Thema „Molekularküche“ herausgefunden. Dass nicht immer alles gleich so klappt in der Wissenschaft, wie man es gerne will, haben die beiden am eigenen Leib erfahren müssen. So schafften sie es zuerst nicht, ihr gewünschtes „Melonenkaviar“ herzustellen. Aber, wie Galileo Galilei schon anmerkte:  „Die Neugier steht immer an erster Stelle eines Problems, das gelöst werden will.“ Und neugierig blieben die beiden und konnten beim Vortrag des Rätsels Lösung präsentieren – es lag an einer falschen Flüssigkeit.

Daneben gab es noch weitere Vorträge, in denen viel Wissenswertes über Hologramme, Knicklichter und das Interferometer erzählt wurde.


Zwischen den Vortragsreihen präsentierten die Schüler, die keine Vorträge hielten, eine Stunde lang im großen Raum über der Bibliothek den vielen Besuchern ihre Poster und erklärten daran und auch anhand von Aufbauten ihr Vorgehen und ihre Ergebnisse. Alessandro Soares Schweigler hatte sich mit dem Thema „Atommodelle“ befasst und zum anschaulicheren Verständnis dazu ein Modell eines Atoms gebaut. Felix Zhang und Yan-Peng Zhao stellten sich im Rahmen ihres Themas „Verdauung“ die Frage, wie lange es dauert, bis ein Big Mac verdaut ist. Andere Gruppen zeigten auf ihrem Poster, wie sich die Lernfähigkeit von Ratten unter Stress verändert oder bauten einen Strichcode-Scanner nach.


Viele interessierte Schüler und Lehrer haben sich die Science Fair angeschaut und so zu ihrem Gelingen beigetragen. Besonders die 11. Klasse hat sich genau angeschaut, welchen Experimenten sich die älteren Schüler widmeten, denn die Science Fair 2013 soll auch im nächsten Jahr vom 12. Jahrgang der DS Shanghai durchgeführt werden.

Eine vollständige Übersicht aller Themen und der Schüler, die an der Science Fair teilgenommen haben, findet ihr hier.

dp/PR

Alle Fotos © DS Shanghai / dp