Schüler musizieren mit Percussion-Gruppe des Shanghai Symphony Orchestra

 

Wer sich am Vormittag des 7. März 2012 ahnungslos im Fine Arts Center aufhielt, der hätte meinen können, am EuroCampus sei der Karneval nach Rio-Manier ausgebrochen. Denn aus dem Theater drangen fröhliche Sambaklänge von verschiedenen Schlaginstrumenten. Fünf Percussion-Musiker des Shanghai Symphony Orchestra hatten etwa 20 Trommeln und Stabspiele für ein besonderes Konzert mitgebracht und stellten den Schülern der 6. bis 9. Klasse insgesamt fünf Stücke vor. Mit einem südamerikanischen Straßentanz, dem japanischen Stück „Hoo-Daiko“ oder der Percussion-Version von Schumanns „Träumerei“ nahmen sie die Kinder und Jugendlichen mit auf eine Reise durch verschiedene Musikrichtungen. Dabei bewiesen die jungen Zuschauer selbst Taktgefühl: Nach einer kurzen theoretischen Einführung durften sie selbst an die Schlaginstrumente und mit den Profis musizieren. Auf diese Weise lernten sie – im wahrsten Sinne des Wortes – spielerisch den charakteristischen Klang von Marakas, Schüttelrohr oder Holzblock kennen. Zum Einsatz kamen auch selbst gebastelte Instrumente: Bei dem Marschmusik-Stück „Extra Time“ trommelten beispielsweise 16 Schüler mit Drumsticks auf umgedrehten Eimern – und aus einfachen Plastikflaschen wurden mit etwas Reis oder Trockenerbsen im Handumdrehen gut klingende Rasseln.

 

Das Shanghai Symphony Orchester hat die DS Shanghai bereits zum zweiten Mal besucht, im vergangenen September musizierte das Streichquartett mit den Fünftklässlern am EuroCampus. Das Orchester arbeitet auch mit chinesischen Schulen in der Stadt zusammen: „In Zeiten von Pop- und Technomusik möchten wir jungen Menschen aus aller Welt den Zugang zu ganz anderen Musikrichtungen ermöglichen“, fasst Zhou Xiong, Leiter des Percussion-Ensembles, das Anliegen zusammen. Den Schülern gefällt die Mischung aus Musiktheorie und -praxis offensichtlich gut. „Ich wusste gar nicht, dass es eine so große Auswahl von Schlaginstrumenten gibt und, dass man mit ihnen allein richtige Lieder spielen kann“, sagte Romina Seiler aus der 6a nach dem Gesprächskonzert. Und ihre Freundin Jessica Volkwein aus der 6b ergänzte: „Es macht Spaß, mit vielen anderen Menschen zusammen Musik zu machen, besonders toll fand ich das Samba-Lied aus Brasilien.“

kp/PR

Fotos @DS Shanghai/PR hw