Unsere Schüler beim „Rap Song Contest“ der DAAD Career Academy


Auf  Einladung von Sabine Porsche, DAAD Fachlektorin an der renommierten Tongji-Universität und Leiterin des Deutschkollegs/Zentrum zur Studienvorbereitung, stand die Klasse 11a der DS Shanghai am 20. Oktober 2011 bei der Endausscheidung eines Rap-Wettbewerbs auf der Bühne. Ihre Konkurrenten waren Studenten der Tongji-Universität und der University of Shanghai for Science and Technology (USST). An beiden Unis gibt es Ingenieursstudiengänge teilweise in deutscher Sprache mit deutschen Gastprofessoren und Austauschprogrammen mit deutschen Unis, die sogar in einem chinesisch-deutschen Doppel-Bachelor münden können. Diese Studiengänge sind eng mit einigen in Shanghai angesiedelten Wirtschaftsunternehmen verbunden.


Und mitten drin unsere Rapper von der Deutschen Schule. Die Aufgabe bestand darin, in einem deutschsprachigen Rap eines der beteiligten Unternehmen vorzustellen – sozusagen einen Info-Rap im Rahmen des Bewerbungstrainings für die Jobsuche nach dem Studium. An diese Vorgabe wollten und brauchten sich unsere Schülerinnen und Schüler allerdings nicht eng halten: Für sie war das Thema „Wirtschaft in Shanghai“ herausfordernd genug – und sie meisterten es glänzend. Humorvoll reflektierten sie vor großem Publikum im Saal des CDHAW an der großen Tongji-Universität Fluch und Segen der globalisierten Wirtschaft, deren Zeugen wir in Shanghai täglich sind, und ließen am Ende auch konsumkritische Töne hören. Ein besserer Staubsauger macht am Ende dann doch nicht glücklicher.

Weil wir uns von den engen Wettbewerbsvorgaben befreiten, liefen unsere zwei Beiträge „außer Konkurrenz“, sie ernteten dennoch großen Applaus. Als Sieger aus dem musikalisches Wettkampf ging schließlich die Studentengruppe „Schaeffler“ hervor – aber die besten Rapper waren wir! Immerhin waren unsere Beiträge echte knorrige Raps, während die Studenten ihre Industrie-Lobgesänge oft mit seichten Popmelodien unterlegten.


Was hat der Ausflug an die Tongji gebracht? Klar, Spaß an der Show, aber auch Erkenntnisse: In Shanghai kann man auf Tuchfühlung mit der deutschen Wirtschaft studieren (sogar in deutscher Sprache!) und diese Wirtschaft hat nicht nur auf unser Expat-Leben in Shanghai großen Einfluss.

Welche Schwierigkeiten die Wirtschaft manchmal hat, wurde auch demonstriert: Am Buffet wurden nach dem Rap-Contest hunderte deutsche Grillwürstchen verschenkt – originalverpackt und vor allem: roh. Auf dem Uni-Campus darf nämlich nicht gegrillt werden.

Ludger Sobkowiak
(Studien- und Berufsberatung)

Alle Fotos © DS Shanghai / Ludger Sobkowiak