Geigenbauer aus Bubenreuth erzählt den 5. Klassen von seinem Kunsthandwerk

 

Am Mittwoch, den 12. Oktober 2011, spielte im Musikunterricht der 5. Klassen ein Mann mit besonderen Fertigkeiten die erste Geige. Günter Waldau, Streichinstrumentbaumeister aus dem bayerischen Geigenbauzentrum Bubenreuth, kam zu Besuch ins Fine Arts Center und erzählte von seinem filigranen Kunsthandwerk. Die 75 Schüler lernten zum Beispiel, dass er einen ganzen Monat hobeln, schneiden und lackieren muss, bis eine Geige fertig ist und darauf musiziert werden kann. Auch die Wahl des Holzes ist entscheidend – besonders schön klingen Geigen aus Ahorn und Fichte, wenn das Holz im Winter zu einer bestimmten Mondphase geschlagen wird.
Während Günter Waldau mit Fotos die einzelnen Schritte des Geigenbaus beleuchtete, wollten die Kinder ihre Arme kaum aus der Luft nehmen und meldeten sich mit viel Ausdauer. Jeder und jede von ihnen hatte mindestens eine interessante Frage im Kopf. Und so erfuhren sie von dem Geigenbaumeister, der auch das Bubenreuther Geigenmuseum leitet und derzeit im Rahmen der Shanghaier Musikmesse zu Besuch in China ist, dass echte Stradivari-Geigen aus dem 17. Jahrhundert bis zu 18 Millionen Euro kosten können. Dass sogar schon bekannte Musiker wie die Beatles oder Elvis Presley auf Instrumenten aus Bubenreuth gespielt haben und es eine Weltmeisterschaft im Geigenbauen gibt. 
Anschließend durften die Schüler selbst das Handwerk ausprobieren und Geigenholz hobeln - und Günter Waldau nebenbei noch mehr Fragen stellen.

kp/PR

Fotos @DS Shanghai/PR hw