Die vierten Klassen besuchen den Yangshan-Hafen bei Shanghai


Sie wissen, in welchen chinesischen Provinzen Seide hergestellt wird, haben ein Seidenmuseum besucht und mit Batik-Technik selbst Seidentücher gefärbt. Nun war es für die Schüler der vierten Klassen an der Zeit, sich ein Bild davon zu machen, wie fertige Produkte nach Europa gelangen. Schließlich heißt das Projekt, mit dem sie sich wochenlang im deutsch-chinesischen Sachunterricht beschäftigt haben „Fertigung einer Ware in China und Transport nach Europa“.  Dafür besuchten die knapp 70 Schüler am Montag, den 23. Mai 2011, den Yangshan-Tiefwasserhafen, der zusammen mit den übrigen Hafenanlagen in Shanghai den derzeit größten Containerhafen der Welt bildet.

Viel zu sehen und entdecken gab es bereits auf der Fahrt: Denn der Yangshan-Hafen liegt rund zwei Autostunden von Shanghai entfernt auf einer vorgelagerten Insel und ist mit dem Bus nur über eine 32 Kilometer lange Seebrücke zu erreichen. Dort angekommen blickten die Schüler von einem Aussichtspunkt über die Terminalanlage und staunten über die riesigen Schiffe, die an den Stationen festgemacht waren. 

 

Markus Johannsen, der sich als Seefracht-Manager des Logistikunternehmens Kuehne+Nagel bestens im Hafen auskennt, begleitete die Kinder und erzählte spannende Geschichten. Von ihm erfuhren sie zum Beispiel, dass die großen roten Kräne zum Beladen der Frachter ‚Containerbrücken‘ genannt werden und der Transport in der Terminalzone vor allem Computergesteuert läuft. Bei einer Ausstellung im Control-Tower, der Schaltzentrale des Hafens, konnten die Schüler dann der Entstehungsgeschichte des Hafens auf den Grund gehen. Beim Lesen der Texttafeln fanden sie heraus, dass die Hafenanlage erst im Jahr 2005 auf der Insel eröffnet wurde  und dort vorher Fischer lebten.

Gemeinsam mit dem Logistik-Experten durften sich die Grundschüler auch in einem Lager von Kuehne+Nagel, einer sogenannten Container-Fracht-Station auf dem nahegelegenen Festland, umschauen. Auf rund 20.000 Quadratmetern stapelten sich dort die Kartons mit Kleidung, Stofftaschen oder Weihnachtskugeln in meterhohen Regalen.

Nach dem Projekt über die chinesischen Provinzen im vergangenen Schulhalbjahr ist das Thema um die Produktion und den Transport von Ware nun das zweite umfangreiche Projekt, das die Lehrerinnen der 4. Klassen gemeinsam mit den Chinesisch-Lehrerinnen in diesem Schuljahr umgesetzt haben.

 

Mehr über China im Sachunterricht und in der Grundschule erfahren Sie hier.

 

kp/PR-Team

 

Alle Fotos: © DS Shanghai, HW/HA