Science Fair: Wissenschaft erleben


Nicht weniger als dreizehn Stunden Vorbereitungszeit stecken in jedem der 20 Projekte, die auf der diesjährigen Science Fair vorgestellt wurden. Die Schüler der 12. Klasse waren in den zwei Wochen vor den Frühjahrsferien von den Fächern Biologie, Physik und Chemie freigestellt und haben mit viel Erfinderlust an ihren Experimenten gearbeitet. Die Ergebnisse präsentierten sie auf der Wissenschaftsmesse am 10. Mai 2011.

Einige der Jungforscher haben sich auch in den Ferien mit ihren Projekten beschäftigt und mehr Zeit investiert, so zum Beispiel Claude Eller und Alexander Weiß. Im Rahmen ihres Projektes „Solarbetriebenes RC-Car“ wollten sie herausfinden, wie viel weiter ein ferngesteuertes Modellauto mit Solarzellen fahren kann als ohne Solarzellen. „Fast vier Tage habe ich alleine für das Zusammenbauen des Modells gebraucht“, erzählte Alexander, „aber es hat sich gelohnt“. Am Ende haben die beiden eine knapp 13-prozentige Steigerung der Batterie feststellen können. Wie alle anderen Projekte im Ausstellungsraum der Science Fair wurde das Projekt  auch auf Plakaten an der Wand noch einmal präsentiert und erklärt.


Nicht weit entfernt vom Modellauto der beiden stand eine Nebelkammer, die Teil des Projektes von André Amend und Dario Cairoli war. Sie haben es mit ihrem Experiment „Arten der Erkennung von Radioaktivität“ geschafft, radioaktive Strahlung sichtbar zu machen. Amy Kulich und Marina Müller stellten den Farbstoff Indigo her. Sie färbten damit verschiedene Stoffe und prüften, ob das Ganze waschecht ist. Ihre Forscherkolleginnen Aleksandra Kepka und Yanni Zhao gingen dem Geheimnis des Tintenkillers auf den Grund. „Viele von uns benutzen den Stift jeden Tag“, sagte Aleksandra, „wir waren neugierig, welcher chemische Vorgang dahintersteckt.“

Zahlreiche Schüler hielten zu ihrem Thema einen Vortrag, statt ihre Projekte im Ausstellungsraum auszustellen. Yves Haas und Marcel Brandel widmeten sich einem technischen Projekt – die Jungs haben einen Roboter mit einem Geigerzähler ausgestattet. „Angeregt durch die aktuellen Geschehnisse in Japan entwickelten wir ein Fahrzeug, das selbstständig Messungen von Radioaktivität vornehmen und sie dann auf den Computer übertragen kann“, erklärte Marcel dem zahlreich erschienenen Publikum. Beim Vortrag mit dem Thema „Hämmern ohne Hammer“ von Rene Sonderegger und Henry Berner demonstrierten die zwei Schüler, wie man mit einer Schiene und einem Magneten einen Nagel in ein Stück Holz hauen kann – ganz ersetzen konnten sie mit ihrem Experiment den Hammer nicht, aber sie zeigten, dass es prinzipiell möglich ist.


Viele interessierte Schüler, Eltern und Lehrer haben sich die Science Fair angeschaut und so zu ihrem Gelingen beigetragen. Besonders die 11. Klasse hat sich genau angeschaut, was die älteren Schüler für Experimente durchführten, denn die Science Fair 2012 wird auch im nächsten Jahr vom 12. Jahrgang der DS Shanghai durchgeführt werden. Die Schulgemeinschaft freut sich schon drauf, einmal mehr spannende Experimente bestaunen zu dürfen.

Eine Auflistung aller Experimente kann hier heruntergeladen werden.   


DP/PR-Team

Alle Fotos © DS Shanghai/HO, DP