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Computer im Schulalltag

Eine zeitgemäße Erziehung muss die Jugend auch rechtzeitig und konsequent im Umgang mit den neuen Medien vertraut machen. Dazu hat die Deutsche Schule eine Notebook-Ausstattung aufgebaut, die es Vorschulkindern und Schülern von der Grundschule bis zur Oberstufe ermöglicht, den Computer als Werkzeug zur Unterstützung des Unterrichts sinnvoll einzusetzen.

Computer haben zu einem rasanten Wandel in der Arbeitswelt aber auch zu einer stark veränderten Freizeitgestaltung geführt. Dies mag der Eine oder Andere beklagen; unstrittig ist jedoch die Unaufhaltbarkeit dieser Entwicklung, so dass sich Schule diesem Wandel durch geeignete neue Konzepte stellen muss. Es ist der Verdienst von "Schulen ans Netz", diesen Wandel dank Bereitstellung erheblicher finanzieller als auch humaner Ressourcen in Deutschland flächendeckend eingeleitet zu haben. Doch auch an der Deutschen Schule spielt der Computer im Unterricht eine nicht zu unterschätzende Rolle.

Gerade an einer Auslandsschule - eingebettet in einen völlig fremdartigen Kulturraum mit schwer verständlicher Sprache und unlesbaren Schriftzeichen - hat der Einsatz des Computers im Unterricht einen hohen Stellenwert. Weit entfernt von der Heimat bietet beispielsweise das Internet die Möglichkeit, aktuelle Literatur, Informationen und Nachrichten aus der Heimat zu erhalten. Das Internet fungiert praktisch als Kulturbrücke und unterstützt eine problemlose soziale Eingliederung nach der Rückkehr in Deutschland (Stichwort: "Kindheit in der Ferne").

Einzug gehalten hat der Computer wie an den meisten Schulen auch an der DS Shanghai mit der Einrichtung eines Computerraums  für den "Informatikunterricht". Ab der Vorklasse wurde mind. 1 "Informatikstunde" pro Klasse eingeführt. Isoliert vom Fachunterricht wurde hier "Computer-Bedienen" gelehrt. Doch schnell entstand im Kollegium eine Vision: Man müsste den Computer dort bereitstellen, wo das Lernen stattfindet: im Klassenraum. Man wollte den Computer als Werkzeug im Unterricht wissen. Die Installation einiger stationärer Rechner im Klassenraum wurde durchgeführt, doch führte die mangelnde Flexibilität des Einsatzes nach erster Begeisterung schnell zur Unzufriedenheit: Mit Wechsel der Klasse in einen anderen Klassenraum war beispielsweise eine Neuinstallation erforderlich.
Trotz unterschiedlicher Anforderungen während des Unterrichts stand nur eine fixe Zahl von Geräten zur Verfügung und andere Klassen konnten selten teilhaben.

Mit der Beschaffung von 12 schülergeeigneten Notebooks. die mittels drei Funkstationen (AirPort Technologie) kabellos vernetzt wurden, begann Anfang 2001 eine neue Ära an der DS Shanghai: Unabhängig von Kabeln, Steckdosen und Druckern stand fortan das Werkzeug "Computer" auch außerhalb der Informatik-Stunde an jedem Ort der Schule zur Verfügung. Ein Blick in den zur Aufbewahrung gebauten Schrank machte den Erfolg dieses Systems schnell deutlich: Immer ausgebucht und Warteliste! - ganz offensichtlich hatte sich die einfach zu bedienende Technik bewährt ... und der Computerraum stand immer öfter leer. Zu unflexibel.

Was zunächst als einjähriger Versuch mit 12 Notebooks gedacht war, entwickelte sich schnell zum Erfolgsmodell. Statt aufwändige Technik bedienen zu müssen steht das Lehren und Lernen im Vordergrund. Ganz neue Möglichkeiten tun sich auf: Im Klassenraum kann beispielsweise in Kleingruppen eine Lehr-DVD eingesetzt werden - ein bewegtes Lehrbuch.

Aufgrund der positiven Erfahrungen mit der kabellosen Notebook-Technik konnte der Schulträger der DS Shanghai schnell überzeugt werden, dieses System weiter auszubauen. Ab Anfang 2002 stehen 32 funkvernetzte Notebooks für die ca. 150 Schülerinnen und Schüler zur Verfügung. Sechs Funkstationen bilden ein zuverlässiges Funknetz, in das sich die im Einsatz befindlichen iBooks komplikationslos einwählen (roaming). Dann wurden im Frühjahr 2005 zusätzlich 45 iBooks G4 angeschafft, so dass ca. 120 iBooks für die damaligen 450 Schülerinnen und Schüler bereitstanden. Bis auf die erste Generation von iBooks (12 Stück) wurde auch aus Gründen der Einheitlichkeit auf OS X umgestellt.

Mittlerweile hat sich dieser Bereich weiter entwickelt. Bei Fragen und Anregungen wenden Sie sich bitte an Ihren Ansprechpartner.