Grundschüler interviewen Hanisauland-Autor Peter Brandt

Kanzlerin Bärbel Breitfuß hat kein Vorbild in der realen Politik

David Müller und Ennis Blank interviewen den Autor des Hanisauland-Comics Peter Brandt.

David: Wie bist Du auf die Idee zu Hanisauland gekommen?

Nun, ich habe mir einige Tage lang überlegt sie eine kleine Welt aussehen könnte in der sich verschiedene Tierarten bemühen eine Demokratie aufzubauen. Comics habe ich schon immer gemocht. Die ersten die ich gelesen habe waren natürlich Micky Maus und Donald Duck. Damals war ich 10 Jahre alt, aber Comics mag ich immer noch.

Ennis: Macht es Spaß, Geschichten für das Hanisauland zu erfinden?

Aber sicher, ich sitze gerade an der Folge 84 und hoffe dass ich sie noch fertig bekomme bevor ich am kommenden Samstag mit einigen Freunden eine mehrtägige Radtour durchs Ahrtal machen werde.

David: Warum hast Du ausgerechnet diese Tiere gewählt?

Zugegeben, diese Kombination ist auf den ersten Blick vielleicht etwas ungewöhnlich. Mir war wichtig das es drei Tierarten sind die sich sehr stark unterscheiden. Das macht es dann einfacher sich Konflikte einfallen zu lassen, die dann im Laufe der Geschichte gelöst werden.

Ennis: Hast Du eine eigene Lieblingsfigur im Hanisauland? 

Klar, Odo das Walross. Und nicht nur weil er mehr ähnlich sieht. Besonders lustig finde ich natürlich auch Günter Schlotter den alten Angsthasen. Für ihn kann man prima Geschichten erfinden.

Peter Brandts Lieblingsfigur: Odo, der Schweiger

David: Hast Du auch schon andere Comics gemacht?

Nein, vorher war ich Kameramann beim ZDF, dann hatte ich viele Jahre eine eigene Filmproduktion. Unter anderem produzierte ich Filme für die Sendung mit der Maus. Irgendwann fing ich an Serien für Kinder Programm zu schreiben, unter anderem Schloss Einstein und Philipps Tierstunde.

Comics zu schreiben ist auch nicht viel anders im Prinzip ist jede Folge ein kleines Drehbuch nach dem der Stefan dann die Zeichnungen macht.

David: Wieso heißt es Hanisauland?

Weil es das Land der Hasen, der Nilpferde und der Wildsauen ist. Genaue Erklärungen findet ihr auf unsrer Seite.

David: Was wollen die Schweine eigentlich?

Die sind ein bisschen konservativ und wollen das alles so bleibt wie es ist. Genaueres findet ihr in ihrem Parteiprogramm.

David: Hast Du beim Erfinden von Bärbel Breitfuß an jemanden bestimmten gedacht oder ist die Figur eine ganz freie Erfindung?

Die Bärbel ist frei erfunden. Als wir vor acht Jahren anfing diesen Comic zu machen war in Deutschland noch Herr Schröder Kanzler. Bis dahin haben diesen Beruf in Deutschland immer nur Männer ausgeübt und wir fanden es einfach lustig, dass es in HanisauLand ein weibliches Wesen gibt das Kanzlerin wird.

Ennis: Warum hast Du das Hanisauland erfunden?

Die Bundeszentrale für politische Bildung hat mir diesen Auftrag geben. Uns ist es wichtig politische Begriffe gut verständlich zu erklären. Alle politischen Begriffe die im Comic auftauchen, und noch viel mehr, sind in unserem Lexikon erklärt. Das gibt es, ebenso wie die Comics, im Internet und auch gedruckt.

So, ich hoffe das ich eure Fragen verständlich beantwortet habe. Ich danke euch und euer Mitschülern für das Interesse und Wünsche euch weiterhin viel Spaß beim Besuch in HanisauLand.

David: Und wir danken ganz herzlich für das Interview.

Sie wollen die Regierung stürzen: Die Hass-Hasen

Das Hanisauland

Hanisauland ist eine Internetseite, es gibt davon allerdings auch Comic-Bücher. Am liebsten mag ich den Comic auf den Internetseiten. Darin geht es um Politik. Am Anfang herrscht Krieg und es kommt zum Frieden. Allerdings gibt es viel Streit. Die Hasen wollen überall Möhren pflanzen, die Nilpferde und die Wildschweine sind dagegen. Es gibt auch noch die Hass-Hasen, die die Regierung stürzen wollen. Sie wollen an die Macht gelangen...

Die Hass-Hasen klauen Möhren und werden verhaftet. Der Anführer und ein anderer Hass-Hase können allerdings entkommen. Sie sind die Bösewichter im Hanisauland.

Fast immer herrscht im Hanisauland Wahlkampf. Allerdings können sich die Bürger nicht einigen, wer an die Macht kommen soll...

Im Internet gibt es oft neue Folgen. Im Computerunterricht dürfen wir die Internetcomics lesen, allerdings hat Herr Kramer die Spiele verboten.

Gerold Gorges, 4a

Hier könnt ihr euch das Hanisauland selbst einmal anschauen: hanisauland.de