Lernen und Lehren

Der Unterricht wird von den Schüler/innen und Lehrer/innen als ein von Methodenvielfalt gekennzeichnetes Ganzes bewertet. Die 4. Klässler/innen nehmen eher lehrerzentrierte Unterrichtsmethoden in gleicher Weise wahr wie stärker schülerzentrierte Unterrichtsformen der Gruppen- und Projektarbeit. Auffällig ist, dass letztere in den Aussagen der Lehrer/innen deutlich stärker akzentuiert sind.
Die Schüler/innen fühlen sich von den Lehrer/innen in ihrer Arbeit motiviert. Sie erhalten regelmäßige Rückmeldungen über ihre unterrichtliche Arbeit, bei Verständnisproblemen fragen sie nach und bekommen Hilfe. Im Vergleich zu der sehr positiven Bewertung der unterrichtsbezogenen individuellen Unterstützung für Schüler/innen  äußern sich die Eltern mit Blick auf strukturelle Mechanismen zur Förderung von Begabungen und Interessen zurückhaltender. Laut Schulleiterfragebogen ist die Revision bestehender Förderkonzepte ein aktueller Schulentwicklungsschwerpunkt, in dessen Rahmen dieser Aspekt des Befragungsergebnisses vertieft werden könnte.
Aufmerksamkeit könnte verdienen, dass die Eltern im Gegensatz zu den anderen Befragtengruppen überwiegend nicht der Auffassung sind, dass die Kinder in ihrem eigenen Tempo lernen können.
Die Lehrer/innen arbeiten gemeinsam an der (Weiter-) Entwicklung des Schulcurriculums, mit dessen Umsetzung sie sich sehr zufrieden zeigen. Die Vermittlung Fächer übergreifender Inhalte und Fertigkeiten ist Thema gegenseitiger Abstimmung, gemeinsame Unterrichtsvor- und -nachbereitung sowie kollegiale Hospitationen sind Teil kollegialer Kooperation.
Wie bereits im Qualitätsbereichskommentar 1 erwähnt, werden das Anforderungs- und Leistungsniveau der Schule und ihrer Schüler/innen als hoch eingeschätzt. Konsens ist, dass auf der Grundlage transparenter Leistungserwartungen und klarer Erwartungen bezüglich der Hausaufgaben Schülerleistung im Rahmen abgestimmter Bewertungsgrundsätze und unter Einsatz verschiedener Instrumentarien, u.a. auch Eigenbewertung ermöglichender Kompetenzraster, differenziert bewertet wird. Lerntagebücher sowie das Sammeln und Dokumentieren von Schülerarbeiten in Portfolios scheinen keine durchgängigen Elemente der Leistungsbewertung zu sein. Aufmerksamkeit könnte verdienen, dass die Schüler/innen und ihre Eltern die Qualität der Evaluation von Tests und/oder Klassenarbeiten geringer einschätzen als die Lehrer/innen.
Frank Müller, Schulentwicklungsberater, Los Angeles

Förderung von Begabungen und Interessen

Während unsere individuellen Unterstützungen als durchweg positiv wahrgenommen werden, fällt die Zustimmung zu Förderungen besonderer Begabungen an unserer Schule deutlich geringer aus.
Einerseits: Vielleicht haben wir unsere Angebote bisher nicht ausreichend kommuniziert. Momentane Projekte und laufende AGs wollen wir auf unserer Homepage, in Schaukästen, Ausstellungen und dem Sommerfest noch öffentlicher machen. Im curricularen Bereich bieten wir momentan neben Differenzierungen in Freiarbeits- und Werkstattunterrichtsphasen folgende Angebote zu Forderung:
In Klasse 3 und 4 nehmen wir jährlich an der Mathematikolympiade und dem Känguru-Wettbewerb teil. Starke Mathematiker werden ferner in Klasse 3 und 4 in unseren Einsteingruppen gefordert. In Englisch bieten wir den begabten Kindern mit unseren Flyergruppen nicht nur sehr anspruchsvolle Curricula, wir fordern die Kinder zusätzlich heraus, das Cambridge Young Learners Certificate in English zu erwerben.  
Dennoch: Wir haben die im SEIS-Bericht widergespiegelten Eindrücke zum Anlass genommen nochmals über weitere Möglichkeiten nachzudenken. Eine Arbeitsgruppe zur Förderung von Begabungen hat am pädagogischen Tag Ideen entwickelt, die teilweise bereits umgesetzt sind. So bieten wir eine anspruchsvolle Matheforderung („Einsteingruppen“) nicht mehr nur in Klasse 3 und 4, sondern ab sofort auch in den Stufen 1 und 2 an. Ferner kam die Idee unsere Schüler in Mathematik nicht nur in diesen Einsteingruppen und jährlichen Mathewettbewerben Känguru und Mathematik-Olympiade zu fordern, sondern ihnen regelmäßig anspruchsvolle Knobelaufgaben zu bieten. So bekommen unsere Schülerinnen und Schüler von Klasse 2 bis 4 nun wöchentlich die Knobelaufgabe der Mathematik Meisterschaft Mittelfranken. So ist ein wöchentlicher schulinterner Mathematikwettbewerb entstanden. Mehr Informationen dazu finden sie hier.

In Deutsch werden wir im kommenden Schuljahr Fordergruppen als Deutschpendants zu den Einsteingruppen einrichten. Eine weitere Idee zum Lesen, ist ein gemeinsamer Antolin-Klassenwettbewerb.
In Kooperation mit der Bücherei testet die Grundschule diesen Lesewettbewerb bereits in diesem Schulhalbjahr. Für das kommende Schuljahr ist daran gedacht, auch die Sekundarstufe miteinzubeziehen.
Mehr Informationen finden Sie hier.


Ferner haben wir uns die Einführung von Projektwochen, bzw. –tagen auf die Agenda der nächsten Grundschulkonferenz gesetzt, um individuelle Interessen und Begabungen stärker zu fördern.
Um diese auch in unserem AGs noch stärker zu fördern werden wir mit dem Nachmittagsteam über ein erweitertes Angebot nachdenken. Angedacht sind Werkangebote, Flötengruppen, Theater, Geräteturnen...

Instrumente der Leistungsbewertung

In diesem Qualitätsbereich der SEIS-Evaluation wird deutlich, dass Portfolios und Lerntagebücher, beides moderne Standards, noch nicht institutionalisierte Teile unserer Bewertungskultur sind. Anlass für uns, unsere Leistungsbewertungspraxis zu überdenken, beziehungsweise zu erweitern. In einer Arbeitsgruppe werden Frau Heil (Klassestufe 2), Frau Hoffmann (Klassenstufe 3), Frau Lindh (Klassenstufe 4) und ich uns der Leistungsbewertung und Instrumenten wie Portfolios und Lerntagebüchern annehmen.
Gegebenenfalls wird eine schulinterne Fortbildung zu diesen Elementen der Leistungsbewertung stattfinden, um sie an unserer Schule zu institutionalisieren. Ferner wird die Arbeitsgruppe die „Qualität der Evaluation von Tests und/oder Klassenarbeiten“ untersuchen und dem Kollegium gegebenenfalls Alternativen vorstellen.
Diese Arbeitgruppe hat bereits getagt. Diskutiert wurde auch die Transparenz unserer Leistungsbewertung.
Die Grundsätze unserer Leistungsbewertung finden Sie deshalb ab sofort hier.

Die Fachbereiche werden daran arbeit diese Lehrplangrundsätze für unsere Grundschule abzusprechen und zu konkretisieren. Darüber werden wir an dieser Stelle informieren.

Tim Kramer

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