Grundsätze der Leistungsbewertung in Kunst

Alle Kompetenzbereiche sind bei der Leistungsbeurteilung in angemessener Weise zu berücksichtigen.
Nicht jedes praktische Arbeitsergebnis darf eine Zensierung erfahren, wenn Probieren, Versuchen und Experimentieren als wichtige Bestandteile von Gestaltungsarbeit betrachtet werden.
Sinnlich-geistige Prozesse in ihrer Komplexität und Individualität, die daraus resultierenden Gestaltungsprozesse und Ergebnisse sowie die dazugehörenden sprachlichen Äußerungen sind wesentliche Bewertungsbereiche. Abwechslungsreiche und zielgerichtete Aufgabenstellungen im Kunstunterricht tragen dazu bei, Fähigkeiten zur konzentrierten Einzel- und Gruppenarbeit zu entwickeln. Das bewertende Gespräch hat fördernden und ermutigenden Charakter, in dem es von der positiven Leistung ausgeht und den individuellen Lernfortschritt sichtbar macht.
Bewertungskriterien werden aus dem konkreten Arbeitszusammenhang abgeleitet. Sie sollen übersichtlich sowie für den Schüler transparent und nachvollziehbar sein. Die Fähigkeit zur Selbsteinschätzung und der Beurteilung von Leistungen der Mitschüler wird in Gesprächen angebahnt.
Kriterien für die Bewertung von Schülerleistungen können sein:
− Originalität der individuellen Bildlösung
− Entscheidung für treffende Gestaltungsmittel
− Anwendung der Kenntnisse zu bildnerischen Techniken
− Sachgerechter Umgang mit Material
− Grad der Selbstständigkeit, Organisation und Zielstrebigkeit im Arbeitsprozess
− Fähigkeit, sich in eine Gruppenarbeit einzubringen
− Grad der Umsetzung der konkreten bildnerischen Zielstellung
− Fähigkeit, sich zu Bildern sprachlich zu äußern.